Ein Schwerpunktthema der diesjährigen denkmal ist die energetische Sanierung von Altbauten beziehungsweise die energieeffiziente und gleichzeitig denkmalgerechte Sanierung von Gebäuden (zum Beispiel Dämmung bei Dach, Wand, Decke, Wärmeschutzverglasung/Glas, Heizsysteme, Lüftungsanlagen, Beleuchtung). Laut Dipl.-Ing. Michael Heide, Geschäftsführer des Bundesverbandes Ausbau und Fassade im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), "ist die energetische Sanierung von Altbauten die Zukunftsaufgabe schlechthin." Vor allem im Bereich der Bestandsgebäude seien die Einsparmöglichkeiten immens: Von den 38,7 Millionen Wohnungen in Deutschland wurden 28,9 Millionen bis 1978 errichtet und weisen, sofern sie noch nicht saniert wurden, einen nach heutigen Maßstäben sehr schlechten energetischen Standard auf. Dieser könnte nach Meinung Sanders "durch verbesserte Heizungstechnik und Wärmedämm-Maßnahmen bis hin zur ganzheitlichen energetischen Ausführung der Gebäude nachhaltig verbessert werden."
Neben Herstellern von Bau- und Restaurierungsmaterialien präsentieren zur denkmal Restauratoren, Handwerker, Spezialisten, Institutionen, Kommunen und Regionen aus dem In- und Ausland ihre Spezialprodukte und Dienstleistungen für die Denkmal-pflege/Restaurierung. Der Messeschwerpunkt Restaurierung erstreckt sich nicht allein auf Gebäude, sondern schließt auch die Restaurierung von Kunstgegenständen bis hin zu Büchern, Glocken, Textilien und Papier ein. Der Bereich der Denkmalpflege umfasst die Sparten Baudenkmale, Industriedenkmale, Kunst- und Kulturdenkmale, Gartendenkmale und archäologische Denkmale.
Das Erbe der k. u. k. Monarchie wird vorgestellt
Partnerland der nächsten denkmal ist Ungarn. "Wir freuen uns, dass nach Italien und Frankreich nun Ungarn in den besonderen Blickpunkt der Messe rückt", so Ulrike Lange. Die Magyaren sind berühmt für ihre Meisterleistungen im Steinmetzhandwerk. Zudem verfügt das für seine Thermalquellen bekannte Land über eine Vielzahl historischer Bäder, Schlösser und Kirchen. Lange: "Die denkmal gibt ungarischen Spezialisten und Firmen eine ideale Gelegenheit, ihre Produkte und ihr Handwerk einem internationalen Publikum vorzustellen." Wie Dr. Péter Deme, Leiter des Kabinettbüros beim Staatsamt in Budapest, bestätigt, ist die denkmal das größte und wichtigste Betätigungsfeld der entsprechenden Fachleute. "Für uns sind die internationalen Erfahrungen von kaum zu überschätzender Bedeutung."
Nach dem Erfolg ihrer letzten Teilnahme gibt es 2008 erneut eine große Länderbeteiligung aus Frankreich. "In Leipzig treffen wir alle für uns wichtigen Fachleute und Institutionen", so Francois-Xavier Brunet von Ubifrance, der französischen Exportagentur.
Drei Tage volles Programm
Als Informationsplattform bietet die denkmal ihren Besuchern ein anspruchsvolles Fachprogramm. Hochkarätig besetzte Kongresse, Tagungen, Diskussionen, Symposien sowie Vorträge greifen aktuelle Diskussionspunkte der europäischen Denkmalpflege und Restaurierung auf. Zu den angekündigten Programmhighlights zählen Veranstaltungen zum Thema Gründerzeit sowie zum Thema Lehm.
denkmal 2008:
Die denkmal bietet Branchenfachleuten wie Architekten, Planern, Handwerkern, Denkmalfachbehörden, Restauratoren, ebenso wie Investoren und Bauherren drei Tage lang ein Forum zum Erleben und Anfassen. Als Plattform des nationalen und internationalen Erfahrungs-austausches bietet die Messe ihren Besuchern Informationen aus erster Hand. Zu den Angebotsbereichen gehören Baumaterialien, Bauchemie, traditionelle und historische Baustoffe, vielfältige Handwerkskunst und restauratorische Leistungen.
Internet:
http://www.denkmal-leipzig.de

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