Im Beisein von DSD-Generalsekretär Dr. Robert Knüppel, Bürgermeister Dr. Eberhard Brecht und Minister Dr. Reiner Haseloff, Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, sowie allen beteiligten Handwerkern sprechen die Zimmerleute den traditionellen Richtspruch. Für die Stadt und die Stiftung markiert die alte Handwerkertradition einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem großzügigen touristischen Informations- und Veranstaltungszentrum in der Welterbestadt.
Nachdem bereits das historische Vorderhaus aus dem 18. Jahrhundert und der Komplex des benachbarten Palais Salfeldt von der Stiftung instand gesetzt wurden, ist nun der Neubau des zukünftigen Veranstaltungssaales unter Dach und Fach.
An der Stelle, in der Kubatur und der Firsthöhe des ehemaligen Speicherbaus des 19. Jahrhunderts entsteht in modernen Formen und Materialien ein Bau mit dem großzügigen Saal, der Quedlinburg bisher fehlt. Er bietet zukünftig Platz für Veranstaltungen von bis zu 380 Personen. Mit weiteren Räumlichkeiten im Seitentrakt sowie im historischen Vorderhaus steht damit zukünftig ein Veranstaltungs-Zentrum zur Verfügung, mit dem die Stadt auch dem Tagungstourismus in der Altstadt ein Angebot machen will. Im erhaltenen historischen Gewölbe wird eine stimmungsvolle Gastronomie ihren Platz finden. Das "Haus des Gastes" wird mit der Fertigstellung im Frühjahr 2008 von der Quedlinburger Touristik Marketing GmbH übernommen und betrieben.
Durch die beiden Haupthäuser des Komplexes Kornmarkt 5 und 6 gelangt man durch große Tordurchfahrten in die ursprünglichen langen schmalen Höfe, die jeweils von Seiten- und Rückgebäuden umschlossen waren und als Speicher und Lager dienten. Zukünftig werden beide Gebäudekomplexe wieder als Einheit betrieben. Die Entwicklung des "Haus des Gastes" wird vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit mit einem erheblichen Förderanteil unterstützt.
Einschließlich des Komplexes Kornmarkt 5/6 hat die DSD seit 1998 sechs eigene Objekte, darunter das Linhard-Haus Pölle 5 für die Jugendbauhütte, das Haus der Lions und Rotarier im Weingarten 22 als Wohnhaus für Behinderte und das Praxisobjekt der Jugendbauhütte in der Goldstraße 25 saniert und neuen Nutzungen zugeführt.
Bonn/Quedlinburg, den 2. August 2007 /Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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