Die Bronzeplakette soll auch nach Abschluss der seit 2004 laufenden Fassadeninstandsetzung der Stadtkirche an die Förderung erinnern. Mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" wird so an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.
Die dem Heiligen Johannes dem Täufer geweihte katholische Stadtkirche in Suderwich wurde 1904 von dem Recklinghauser Architekten Lohmann in neogotischen Formen erbaut. Er errichtete die Hallenkirche als Backsteinbau mit kapellenartigen Seitenschiffen mit gestuften Strebepfeilern. Ein 75 Meter hoher quadratischer Turm mit Spitzhelm und ein Polygonchor ergänzen den Kirchenbau.
Die Fassaden werden durch hohe spitzbogige Maßwerkfenster und Gewände, Bauzier und Eckquaderungen aus hellem Sandstein gegliedert. Spitzbogenportale und die Bilderfenster von 1904 bzw. 1907 ergänzen den Bauschmuck.
Die Kirche besitzt aufgrund ihres hohen Originalbestandes und die wichtige städtebauliche Funktion eine besondere Bedeutung. Insbesondere am Turmmauerwerk waren Schäden deutlich geworden. Risse an den Fassaden, ausgewaschene Fugen, zerstörte Steine, Mauerwerksverschmutzung und Schäden an den Naturwerksteinen beschrieben das umfangreiche Schadensbild. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz förderte 2004 die Arbeiten des 3. Bauabschnitts, durch den an der Südseite und am Chor Natursteinsanierungen erfolgten. Dabei wurde das Mauerwerk gereinigt, Fugen und Steine ausgetauscht sowie Anker gesetzt. Die Arbeiten wurden von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit 124.000 Euro unterstützt.
Damit ist die St. Johanniskirche in Suderwich eines von über 280 Projekten, das die in Bonn ansässige private Denkmalschutz-Stiftung seit ihrer Gründung 1985 aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und privaten Spenden retten helfen konnte. Bundesweit förderte sie mit über 400 Millionen Euro mehr als 3.200 historischen Baudenkmale. Seit 2007 wird die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Dortmund/Bochum von einem ehrenamtlich tätigen Ortskuratorium unter der Leitung von Wolfgang D. Drüll unterstützt.
Bonn, den 10. Dezember 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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