Offene Tür im neuen Äskulap Museum

Förderverein Oberrot lädt ein: Der Förderverein Freier Adelssitz Oberrot e.V. für das Äskulap Museum unter dem Vorsitz von Maria Fassbender lädt am 1. Juli 2007 zu einem Tag der offenen Tür in den ehemaligen Freien Adelssitz Oberrot im Landkreis Schwäbisch Hall ein.
Seit November 2006 laufen die Restaurierungsarbeiten an dem zuletzt als Wohnhaus genutzten Denkmal, das zukünftig als "Europäisches medizinhistorisches Informationszentrum für die Jugend" genutzt werden soll. Gleichzeitig soll hier der in Oberrot geborene USA-Schwefelkönig Hermann Frasch (1851 - 1914) gewürdigt werden. Mit Führungen zur Geschichte und Architektur des Gebäudes werden ab 11 Uhr die Ergebnisse der Recherchen in den Archiven, der restauratorischen Voruntersuchungen und die laufenden Arbeiten vorgestellt.

Der Freie Adelssitz in Oberrot entstand im 16. Jahrhundert. Der Ortsadel ist von 1367 bis 1714 lückenlos dokumentiert, danach war er im Besitz der Grafen Solmsassenheim, ehe er 1784 von der Familie der letzten Besitzerin übernommen wurde.

Anstelle eines abgebrannten Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert entstand um 1550 das heutige Gebäude. Bei dem Bau handelt sich um ein heute verputztes Gebäude in Sichtfachwerk, das sich über einem massiven Sockelgeschoss erhebt. Abgeschlossen wird es von einem hohen, teilweise ausgebauten Satteldach. Der Keller des zweigeschossigen Baus stammt noch vom Vorgängergebäude. Veränderungen und Umbauten im Innern erfolgten im 18. und 19. Jahrhundert.

Das in den letzten Jahren weitgehend ungenutzte Gebäude wies Mauerwerksrisse auf, zudem war das Innere stark sanierungsbedürftig. Nach einer 1985 erfolgten Dachsanierung folgte seit 2006 die Mauerwerks- und Innensanierung des bis dahin als Wohnhaus genutzten Denkmals. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die beim Tag der offenen Tür von Heide von Berlepsch vom Ortskuratorium Waiblingen/Backnang vertreten wird, beteiligte sich mit 59.000 Euro an den Innenarbeiten. Das Ortskuratorium unterstützt die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz seit 2001.

Mit der von Förderverein und Kommune geplanten Nutzung als Äskulap- Museum - als "Europäisches Medizinisches Informationszentrum für die Jugend" - soll der historische Bau in der Rottachtalstraße 62 einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der alte Adelssitz in Oberrot ist damit eines von über 110 Förderprojekten der Stiftung in Baden-Württemberg, die sie dank privater Spenden und aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte. Bundesweit konnte die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz seit ihrer Gründung 1985 mehr als 390 Millionen Euro für über 3.200 Denkmale zur Verfügung stellen.

Bonn, den 27. Juni 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse


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