Peter Berendt vom Telemann Konservatorium spielt auf dem restaurierten Instrument und es singt der Knabenchor Magdeburg unter der Leitung von Frank Satzky.
Der heutige Bau der Dorfkirche St. Georg in Langenweddingen entstand 1703. In ihrem Ursprung stammt sie jedoch schon aus dem 13. Jahrhundert, im unverputzten Westquerturm lassen sich noch spätromanische Elemente finden. Der Umbau zu einer einschiffigen kreuzförmigen Barockanlage erfolgte wohl durch den Magdeburger Heinrich Schmutze. Bis auf den dreijochigen westlichen Kreuzarm erstrecken sich alle Kreuzarme nur über zwei Joche, die mit Kreuzrippen gewölbt sind.
Aus der Erbauungszeit des Schiffes stammt auch die aufwendige, sehr qualitätvolle Barockausstattung, die von dem Helmstedter Bildhauer Michael Helwig sowie durch Tischler und Drechsler aus Magdeburg geschaffen wurde. Altar und Kanzel von 1710 sowie eine bis auf den östlichen Kreuzarm umlaufende Empore sowie die reich gestaltete Orgel sind erhalten.
Seit 1995 fördert auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Instandsetzungsarbeiten an der Kirche mit fast 400.000 Euro. Durch die undichte Dachhaut konnte über viele Jahre Niederschlagswasser in Schiff und Turm eindringen, was neben umfangreichen Zerstörungen an der Dachkonstruktion und Durchfeuchtung der Außenwände als Folge davon auch gravierende Schäden an der wertvollen Innenausstattung sowie Schwammbefall verursacht hatte. Nach Abschluss der Sanierung von Turm- und Schiffdach läuft derzeit die Restaurierung des Innenraums. Danach ist auch die Sanierung der schwer geschädigten Fassade geplant. Als erstes sichtbares Zeichen dieser schrittweisen Instandsetzung will man baldmöglichst mit dem Nordportal beginnen. Die engagierte Kirchengemeinde wirbt erfolgreich um Spenden und Unterstützung von Stiftungen, Förderungen von Kirchenkreis und Land.
St. Georg in Langenweddingen zählt auch zu den über 450 Denkmalen, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz seit 1990 aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und dank privater Spenden allein in Sachsen-Anhalt hat unterstützen können. Die GlücksSpirale ist damit ein wichtiger Förderer der Denkmale in Sachsen-Anhalt geworden. Bundesweit konnte die Stiftung bisher über 3.200 Denkmale mit mehr als 390 Millionen Euro fördern.
Bonn, den 3. Mai 2007/Schi
Pressemitteilung - Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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