Werke von Heinrich Schütz, Giovanni Platti, Johannes Brahms und Joseph Haydn werden unter der Leitung von Friedemann Gottschick, der auch an der Orgel sitzt, von der Kantorei der Markuskirche aus Berlin-Steglitz geboten. Friedemann Graef spielt am Saxophon. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Kirche wird gebeten.
Im Rahmen des Konzertes erfolgt auch die Scheckübergabe der letzten Spendenaktion: Karin Baronin von Heyking, seit langem engagiert im Freundeskreis, hatte anlässlich ihres 70. Geburtstages um Spenden für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gebeten, die nun an den Förderkreis einen symbolischen Scheck über 2.180 Euro für die anstehenden Instandsetzungsarbeiten überreichen kann.
Die Dorfkirche von Wassersuppe, einem 1441 erstmalig erwähnten Ortes am Nordufer des Hohennauer Sees, entstand 1756 als schlichter Fachwerksaal auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus. Turm und Westgiebel vom Ursprungsbau blieben erhalten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde dem Fachwerk eine Ziegelmauer vorgeblendet, so das die Kirche heute als Backsteinbau erscheint.
Zu den kostbaren Stücken des Innenraumes zählt der barocke Kanzelalter, auf dem pausbäckige Barockengel zwischen Akanthuswangen Posaune blasen. Johann Christof Richter aus Cammer bei Lehnin schuf den Altar 1703 und nutzte dabei Schnitzfiguren der vier Evangelisten für die Kanzelfelder, die noch aus der Zeit des 15. Jahrhunderts stammen. Ein hölzernes Epitaph von 1705 sowie die Relieftafel mit dem Allianzwappen der Familien von Hagen und von Wartensleben, die 1999/2000 beim Abriss des barocken Herrenhauses in der Kirche geborgen wurden, zeugen von der langen Geschichte des Ortes und der Kirche.
Bei ersten Grabungen an der Außengiebelwand der Kirche wurden erhebliche Schäden am Fundament festgestellt, die auf eine akute Einsturzgefahr hinweisen. Die nur geschütteten Fundament aus Ziegelschutt, auf dem die vorgesetzten Backsteinwände errichtet wurden, sind durch Frost und Regen kaum noch vorhanden. Nun sollen über eine genaue Schadensanalyse die notwendigen Schritte für eine langfristige und sichere Gründung erarbeitet werden. Dafür ist der Verein für jede Hilfe - auch anlässlich des Benefizkonzertes - dankbar.
Bonn, den 28. Juni 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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