Anschließendes Mittagessen und eine Feierstunde mit Grußworten, Kinderprogramm und Kaffeetrinken laden zum weiteren Verweilen in und um die Kirche ein.
Die Dorfkirche von Dammwolde ist ein Fachwerkbau, der nach dem 30jährigen Krieg 1671 erbaut wurde. Die kleine, vermutlich nur mit Stroh gedeckte frühere Kapelle am gleichen Ort wurde während der Kriegsjahre wohl zerstört.
Das Kirchenschiff wird an seiner Westseite von einem Turm mit einer zwiebelförmigen Spitze überragt. Der Turm ist verbrettert, die Spitze durch Holzschindeln gedeckt. Die Gefache des Kirchenbaus sind mit Backstein ausgemauert, die unterschiedliche Muster ergeben. Einfache hochrechteckige Fenster beleuchten den Innenraum, der durch ein Portal an der Südseite, das sich unter einer kleinen Vorhalle öffnet, zugänglich ist. Im Inneren trägt eine beschnitzte Mittelstütze die Quer- und Längsbalken der Deckenkonstruktion, die Holzdeckenbretter mit barocker Rankenmalerei schmücken.
Sowohl das Fachwerk als auch den Dachstuhl und die Eindeckung des Schiffdaches hat die aktive Gemeinde bereits sanieren können. Auch die zu über 80 Prozent noch original erhaltene Malerei der Barockdecke war durch Wasserschäden, Schimmel und abblätternde Farbe gefährdet. Der engagierte und ausgesprochen rührige Förderverein brachte auch hierfür 2002 gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung die nötigen Mittel zusammen. Außerdem wurden die Fenster überarbeitet und ein großer Teil der sehr schönen Ausstattung restauriert. Mit dem Abschluss der Sanierung des Turmes, dessen Holzschindeleindeckung und Verbretterung erhebliche Schäden aufwies, ist die Kirche nun wiederhergestellt.
Für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die Dammwolder Dorfkirche nicht nur eines ihrer inzwischen über 400 Förderprojekten allein in Mecklenburg-Vorpommern, das sie aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale fördern konnte. Das "Wunder von Dammwolde" zeigt nach Ansicht der privaten Bonner Stiftung auch, was Bürgerengagement und das beherzte Miteinander aller Beteiligten vor Ort, kleine "Bündnisse für Denkmalpflege", bei der Bewahrung des kulturellen Erbes bewirken können.
Bonn, den 5. Juni 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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