Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, Professor Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Gert Streidt, Direktor des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und Dr. Rosemarie Wilcken vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eröffnen die Retrospektive zum Werk der wohl bedeutendsten deutschen Keramikerin des 20. Jahrhunderts. Vom 22. Juni 2007 bis zum 13. Januar 2008 ist die Ausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Dienstag bis Freitag von 10-17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10-18 Uhr am Neuen Markt 9 in Potsdam geöffnet. Gezeigt werden Dokumente und Werke von den frühen Lehr- und Wanderjahren der Keramikerin bis zu den späten Beispielen frischer Experimentierlust. In den von ihr 1934 gegründeten Werkstätten für Keramik in Marwitz/Brandenburg entwickelte Hedwig Bollhagen aus ihren künstlerischen Einzelstücken nicht nur ein umfangreiches Angebot an einfachen, zeitlosen Geschirren, sondern produzierte auch Fliesen, Pflanzgefäße und Formziegel für den Denkmalschutz. Durch ihre Arbeiten für Sanssouci, die römischen Bäder und den Cäcilienhof war sie Potsdam besonders verbunden. Filme und eine interaktive Medienstation ergänzen die reiche Präsentation.
Eine eigene Stiftung zur Erhaltung und Pflege der Keramiksammlung und des schriftlichen Nachlasses von Hedwig Bollhagen wurde 2005 als Hedwig-Bollhagen-Stiftung in treuhänderischer Verwaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gegründet, die um weitere Mitstreiter und großherzige Zustifter wirbt. Nach der Ausstellung soll die Sammlung in dem unter König Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1737 errichteten barocken Wohnhaus "Im Güldenen Arm" in Potsdam in Zukunft einem größeren Publikum gezeigt werden und gleichzeitig die Besucher auf einen Abstecher in die noch arbeitende Manufaktur in Marwitz, nördlich von Berlin, neugierig machen. Die Hedwig-Bollhagen-Stiftung will neben der Erhaltung und Pflege des als Denkmal anerkannten Nachlasses der 2001 verstorbenen Künstlerin die wissenschaftliche Aufarbeitung des schriftlichen Nachlasses, umfangreicher Skizzen und Entwürfe fördern und wird darin durch das Brandenburgische Landeshauptarchiv unterstützt.
Nach dem Tode der in der DDR als Staatskünstlerin ausgezeichneten und international vielfach prämierten Keramikerin gingen die umfangreiche Sammlung und der schriftlich Nachlass in den Besitz ihrer Nichte Dr. Silke Resch über, die sie großzügig an die von ihr und ihrem Mann, Prof. Dr. Klaus Resch, gegründete Hedwig-Bollhagen-Stiftung übertrug. Zum Nachlass gehört neben einer Vielzahl an eigenen Arbeiten und Werken des Bauhauskeramikers Werner Burri sowie des Künstlerfreundes Charles Crodel auch ein umfangreiches Konvolut an Skizzenbüchern, Entwürfen und Glasurrezepturen.
Die Hedwig-Bollhagen-Stiftung ist eine von über 170 Stiftungen für bestimmte Denkmale oder Denkmalgruppen, die die in Bonn ansässige Deutsche Stiftung Denkmalschutz inzwischen treuhänderisch verwaltet. Engagierte Bürger oder auch Firmen und Institutionen haben dafür einen Teil ihres Vermögens zur Verfügung gestellt, dessen Erträge dauerhaft für die Pflege und Erhaltung des Denkmals verwendet werden können. Weiteres Informationsmaterial kann bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz angefordert werden. Ein Buch zur Ausstellung erscheint in den MONUMENTE Publikationen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Zustiftungen und Spenden in jeder Höhe sind willkommen unter:
DSD-Hedwig-Bollhagen-Stiftung
Spendenkonto 10 277 582 16
SEB-Bank AG BLZ 380 101 11
Bonn, den 18. Juni 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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