"Seht, welch kostbares Erbe!"

Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt im Rathaus Wismar gerettete Baudenkmale vor: 22 ihrer Förderprojekte präsentiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz vom 14. Juni bis zum 15. Juli 2007 in der Gerichtslaube im Rathaus Wismar. Denkmale der verschiedensten Gattungen aus ganz Deutschland werden in der Fotoausstellung gezeigt.
Dazu gehört die Alte Kapelle im bayrischen Regensburg ebenso wie der Milchladen im sächsischen Dresden oder der Leuchtturm 'Roter Sand' in der Wesermündung. Aus Mecklenburg-Vorpommern werden die mächtige Wismarer Georgenkirche, das Flaggschiff der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die Windmühle in Stove und das Schloss Rossewitz bei Laage vorgestellt.

Seit ihrer Gründung hat die private Bonner Stiftung von über 170.000 Förderern inzwischen über 120 Millionen Euro Spenden für die Bewahrung von Baudenkmalen erhalten. Dank dieser Spenden und erheblichen Mitteln der Lotterie GlücksSpirale konnte die private Denkmalschutz-Stiftung über 390 Millionen Euro für rund 3.200 bedrohte Denkmale zur Verfügung stellen. So wurden seit 1985 allein in Mecklenburg-Vorpommern weit über 400 Projekte mit über 56 Millionen Euro gefördert. In Wismar förderte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz neben der Georgenkirche unter anderem die Nikolaikirche, die Heil-Geist-Kapelle, das Wassertor, die Poeler Kogge und verschiedene Bürgerhäuser. Im Umfeld von Wismar zählen die Dorfkirche in Lübow, die Windmühle in Stove, Schloss Bothmer in Klütz und die Klosterkirche in Neukloster zu den von der Stiftung geförderten Baudenkmalen.

Das Anliegen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird in und um Wismar durch ein ehrenamtliches Ortskuratorium unter Leitung von Wolfgang Pollex unterstützt.

Trotz der eindrucksvollen Rettungsbilanz der letzten Jahre warnt die Stiftung vor einem Nachlassen der Bemühungen: viele Bauten benötigen akute Hilfe, damit sie der nächsten Generation erhalten werden können. Wegen der rückläufigen Denkmalschutzmittel in den Ländern und Gemeinden steigt auch die Anzahl der Förderanträge an die Stiftung rapide, die inzwischen nur noch einen von sechs Anträgen annehmen kann.
Die Ausstellung mit der Ergänzung um Wismarer Denkmale ist bis zum 15. Juli 2007 in der Gerichtslaube im Rathaus täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr zu besichtigen.

Bonn, den 11. Juni 2007
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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