Die Segnung der Mühle durch Pfarrer Bernhard Wigbers und Pastor Uwe Beuermann sowie die Festreden von Landrat Hermann Bröring und Karl-Heinz Weber vom Heimatverein und die Erläuterung der Baumaßnahmen durch das Architekturbüro werden von Musik und Tanzvorführungen der Grundschule Groß Berßen und der „Tecksackspäer“ umrahmt. Der Heimatverein wurde in seinem Engagement für die Restaurierung der Mühle unterstützt durch die Europäische Union, Land, Kreis und Kommune sowie durch die Sparkassen-Stiftung und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die durch Inge Beinke vom Ortskuratorium Osnabrück vertreten wird. Die Hüvener Mühle bildet einen der Höhepunkte emsländischer Mühlenbautechnik. Mit ihrer Kombination aus Wind- und Wassermühle ist sie eine der seltenen erhaltenen Mühlen dieses Typs in Europa. Im 1534 erstmals im Register des Amtes Meppen urkundlich erwähnte Mühle wurde ursprünglich als Wassermühle erbaut, die jedoch um das Jahr 1800 einem Brand zum Opfer fiel. Sie wurde damals zügig wieder aufgebaut und um 1850 mit einem aufgesetzten Gallerieholländer ergänzt. Am 21. August 1850 erteilte die Königlich-Hannoversche Landdrostei in Osnabrück dafür die Baugenehmigung. Mit dieser seltenen Konstruktion von Wasser- und Windmühle sorgte der Hüvener Mühlenbauer Bernhard Dierkes dafür, dass trotz des häufigen Wassermangels der Mittelradde kontinuierlich gemahlen werden konnte.
In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgte die Stillegung der Windmühle, 1950 folgte dann nach dem Zusammenbruch des Mühlenstaus auch die Stilllegung der Wassermühle. 1955 erwarb der Kreisheimatverein Aschendorf-Hümmling die Mühle und setzte sie wieder instand. Durch Feuchteschäden und Schädlingsbefall war sie nun wieder in ihrer Standsicherheit gefährdet. Dank der Hilfe vieler kann sie nun wieder der Öffentlichkeit übergeben werden. Wegen ihrer Besonderheit wird die Hüvener Mühle von der Niedersächsischen Mühlenvereinigung als Emblem genutzt.
Die Hüvener Mühle ist eines von über 140 Projekten, die die in Bonn ansässige private Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in Niedersachsen fördern konnte. Die Förderung war dank der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale möglich, deren Destinatär die DSD ist.
Bonn, den 14. Juni 2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/96941326/fullView

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