Der Feldsteinbau wird von einem Fachwerkturm ergänzt. Im 18. Jahrhundert stand die Kirche unter dem Patronat der Rittergutsbesitzer Familie Ketelhack, wie es eine Glockeninschrift bezeugt. Aus der Zeit um 1747 stammt auch der verbretterte Turm mit seiner barock geschweiften Haube.
Leider begann mit dem Ende der Patronatszeit 1945 auch die Verwahrlosung der Kirche. Die Ausstattung wurde geplündert, sie selbst zur "Baustoff-Gewinnung" genutzt. Schließlich stürzte das Dach des Kirchenschiffs ein. Sechzig Jahre lang boten die erhaltenen Außenmauern mit dem sie überragenden löchrigen Turm ein überaus trauriges Bild.
Erst als ein Nachfahre der ehemaligen Gutsfamilie im benachbarten Potzlow eine Agrargesellschaft gründete und diese florierte, konnte die Rettung und der Wiederaufbau der Kirche in Angriff genommen werden. Die Agrargesellschaft warb von Privatpersonen und Institutionen Spenden ein, für die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein eigenes Spendenkonto einrichtete. Zudem hatte ein Spendenaufruf in der Zeitschrift MONUMENTE, dem Förderer-Magazin der Stiftung, eine große Resonanz.
Die Landeskirche unterstützte die Verhandlungen zur Übernahme des Kirchengebäudes durch die Agragenossenschaft und eine zukünftige öffentliche Nutzung. Kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte sollen dort künftig angeboten werden. Daran arbeiten die politische Gemeinde und ein Kinder- und Jugendzentrum mit, das im ehemaligen Gutshof untergebracht ist.
Bei der noch anstehenden Gestaltung des Innenraumes will man sich an der auf alten Fotos dokumentierten historischen Aufteilung orientieren, auch wenn die Landeskirche derzeit eine gottesdienstliche Nutzung ausschließt.
Mit einem Förderbetrag von 30.000 Euro unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2006 die Instandsetzung des Turmes. Seit 2000 ist die Strehlower Dorfkirche eines von allein über 200 Denkmalen, die die in Bonn ansässige private Denkmalschutz-Stiftung seit ihrer Gründung 1985 aus Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale und privaten Spenden in Brandenburg fördern konnte.
Bonn, den 13.07.2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/98221309/fullView

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