Gewürdigt werden mit der Plakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die Restaurierungsarbeiten an den Fassaden der Kirche. Durch die Bronzeplakette mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz" soll auch nach Abschluss der Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben. Die Stiftung erhofft sich von diesen positiven Beispielen eine Motivation der Spender für weitere Unterstützung oder zur Gewinnung neuer Förderer.
An der Stelle der alten Pfarrkirche von Bega entstand zwischen 1863 und 1864 auf einem sächsischen Thingplatz eine neugotische Kirche. Der dreischiffige Bau mit einem überhöhten Mittelschiff ist teilweise verputzt und wird im Osten von einem Polygonchor abgeschlossen.
Der Baumeister Ferdinand Ludwig August Merckel (1808-1893) ließ seinen Schiffentwurf an den natursteinsichtigen mittelalterlichen Westturm der Vorgängerkirche anbauen. Den Außenbau gliedern Mittelrisalite, ein Blendarkadenfries unterhalb der Traufe und hohe spitzbogige, von Natursteingewänden gerahmte Maßwerkfenster aus Gusseisen. Das pfannengedeckte Dach war bis 1956 mit Sandsteinplatten eingedeckt. Mit der Verwendung von hauptsächlich in Industriebauten verwendeten gusseisernen Elementen dokumentiert der Bau Merckels die Entwicklung der damaligen Bauingenieur-Technik.
Den Innenraum prägen Kreuzrippengewölbe und gusseiserne Säulen. Zur Innenausstattung gehört die Orgel des Orgelbauers Randesrach aus Paderborn von 1685 ebenso wie eine Kanzel sowie die dreiseitig umlaufende Empore und das Kirchen- und Chorgestühl aus der Erbauungszeit.
Der ursprüngliche Kalkmörtel des Turmes wurde bei späteren Reparaturen zum Teil in Zement ersetzt und überfugt. Die Fugen waren ausgebrochen oder zeigten Risse. Großflächige Durchfeuchtung des Putzes im Außenbereich des Kirchenschiffes, Werksteinrisse an Sockel-, Gurt- und Traufgesimsen, sowie Schäden an den Balken des Glockenstuhles mussten dringend behoben werden. Unterstützt wurde die Kirchengemeinde bei diesen Arbeiten auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die 2003 die Fassadenarbeiten mit 52.000 Euro unterstützte.
Die in Bonn ansässige private Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit ihrer Gründung 1985 aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, zeitweiligen Bundeszuschüssen und privaten Spenden bundesweit über 390 Millionen Euro für die Rettung und Bewahrung von mehr als 3.200 historischen Baudenkmalen zur Verfügung stellen. Die Dorfkirche von Dörentrup-Bega ist eines von allein über 190 Pro-jekten der Stiftung in NRW. Seit 2006 wird die Stiftung in Detmold von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Jürgen von Olberg unterstützt.
Bonn, den 26. Februar 2007/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

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