Das Berufsbild Restaurator

Die Besonderheit des Berufs des Restaurators besteht in der praktischen Arbeit am Kunstobjekt und gleichzeitig in der theoretisch-praktischen Auseinandersetzung mit dem Kunstobjekt.
Die besondere Verantwortung der Tätigkeit des Restaurators erwächst aus seinem Umgang mit unersetzlichen Originalen. Die erste Priorität seiner Arbeit ist der Erhalt des Kunstwerkes.
Im Vorfeld jeder konservatorischen oder restauratorischen Behandlung muß eine methodisch-wissenschaftliche Untersuchung stehen. In der Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk erfolgt nach allen wesentlichen Kriterien eine Prüfung und Erörterung. Gleichzeitig sind die Konsequenzen jedes Eingriffs rechtzeitig abzuwägen.
Um die Untersuchungsergebnisse korrekt zu interpretieren, methodisch-restauratorische Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung für die Ausführung zu übernehmen, bedarf es der Zusammenarbeit mit Denkmalpflegern, Kunsthistorikern, Naturwissenschaftlern
und Wissenschaftlern anderer relevanter Disziplinen.

Der Beruf des Restaurator ist nicht gesetzlich geschützt
(Ausnahme Bundesland Mecklenburg-Vorpommern).
Häufig wird der Beruf des Restaurators mit dem "Handwerker in der Denkmalpflege" verwechselt. Beide Berufe ergänzen einander, sie sind jedoch unterschiedlich.

Die Berufsgruppe der Restauratoren umfaßt folgende
Fachrichtungen, die sich häufig überschneiden:
- Tafelmalerei und Holzskulptur
- Wandmalerei und Steinskulptur
- Architektur und Raumfassung
- Papier (Schriftgut, Grafik, Buchmalerei u.a.)
- Fotografie, moderne Datenträger
- moderne Materialien und Medien
- Glas und Keramik
- Textilien (Kostüme, Fahnen, Teppiche, Leder u.a.)
- Objekte aus Holz (Möbel, Musikinstrumente u.a.)
- Objekte aus Metall
- technisches Kulturgut
- archäologische Objekte (Metalle, Glas, Keramik u.a. aus Bodenfunden)
- volkskundliche und völkerkundliche Objekte (unterschiedliche Materialien)
- kunsthandwerkliche und kunstgewerbliche Objekte u.a.
  (unterschiedliche Materialien)

Die Ausübung des Berufs des Restaurators setzt eine
gute Ausbildung voraus.


(rs/08/2003)
Literatur:
- Besch, U.; Restauratoren Taschenbuch, München 2002.


Das Berufsbild Restaurator
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