Mit der Stiftung, zu der neben Freiherr von Fürstenberg und dem Förderverein Apollinariskirche Remagen weitere Zustifter gesucht werden, wurde quasi eine "Pflegeversicherung" für den Kirchenbau des 19. Jahrhunderts eingerichtet. Die Stifter sehen sich hierbei ausdrücklich als "An"stifter und hoffen auf weitere Interessenten, die sich für den Erhalt dieses Denkmals engagieren möchten. Sie können Zuwendungen in Form von Spenden zugunsten aktueller Maßnahmen oder auch von Zustiftungen zur Erhöhung des Stiftungskapitals leisten. Beide Formen der Unterstützung sind steuerlich wirksam. Aus den jährlichen Erträgnissen der neuen Stiftung können die laufenden denkmalpflegerische Maßnahmen unterstützt werden.
An der Stelle von Vorgängerbauten des 12. Jahrhunderts ließ Franz Egon Graf von Fürstenberg-Stammheim 1839 bis 1843, hoch über dem Rhein gelegen, nördlich von Remagen eine neue Wallfahrtskirche im neogotischen Stil erbauen. Die Pläne für die Kirche mit Krypta zur einer Grablege für die Familie entwarf der Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner. Weitere Pläne zum Bau eines Schlosses wurden jedoch nicht umgesetzt, da der Bischof von Trier in einem solchen Fall um den öffentlichen Zugang der Kirche für Beter und Pilger zur Kopfreliquie des Heiligen Apollinaris fürchtete. Die Apollinariskirche gilt neben dem Kölner Dom als eines der Hauptwerke der Neogotik und des Architekten Zwirner.
Der Kirchenbau über dem Grundriss eines gleicharmigen griechischen Kreuzes wird nach Westen von einer Doppelturmanlage überragt. In dem Bau verbindet Zwirner Schinkelsche Einflüsse mit den hochgotischen Details des Kölner Domes. Die Innenausmalung der Kirche führten 1843-1853 Künstler der Düsseldorfer Kunstakademie im Stil der "Nazarener" nach einem einheitlichen Bildprogramm aus.
Die "Stiftung Apollinariskirche auf dem Apollinarisberg zu Remagen" ist eine von über 180 Stiftungen, die die private Bonner Deutsche Stiftung Denkmalschutz inzwischen treuhänderisch verwaltet. Diese dauerhafte Unterstützung der Denkmallandschaft in Deutschland entwickelt sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument, das bereits jetzt aus der Denkmallandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Die DSD fördert das Stiftungskonzept mit einem eigens eingerichteten Stiftungszentrum.
DSD-Stiftung Apollinariskirche auf dem Apollinarisberg zu Remagen
Konto. Nr. 10 277 582 52
BLZ 380 101 11, SEB AG, Bonn
(Verwendungszweck: Spende bzw. Zustiftung bitte angeben)
Bonn, den 6. Mai 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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