Möglich wurde der Vertrag zugunsten des heute spätbarocken Kirchenbaus im Landkreis Harz dank zweckgebundener Spenden der Oetker-Stiftung und der Stiftung zur Bewahrung Kirchlicher Bauten. Seit 2004 wird die Kirchengemeinde bei den Sanierungsarbeiten bereits von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt.
Der älteste Bauteil der Chorturmkirche von Dankerode ist der Turmunterbau, der noch aus spätromanischer Zeit stammt. Das verschieferte Glockengeschoss mit Haube und Laterne wurde erst zwischen 1709 und 1711 aufgesetzt. Auch das gestreckte, nach Westen dreiseitig geschlossene Schiff erhielt sein heutiges Aussehen in spätbarocker Zeit zwischen 1691 und 1725.
Das Turminnere ist mit einem gotischen Kreuzrippengewölbe ausgestattet; der Triumphbogen ist zugesetzt. Das Schiff überspannt eine hölzerne Muldentonne, die in stuckierte Felder unterteilt ist. An den Längswänden befindet sich jeweils eine zweigeschossige Empore mit stuckierter Brüstung. Der Innenraum mit der Orgelempore mit ihrer dreiseitig zurückschwingenden Balusterbrüstung, dem Orgelprospekt und dem hölzernen Kanzelaltar mit seiner Fassung entstand zwischen 1698 und 1718.
Infolge mangelhafter Bauunterhaltung traten an dem Kirchengebäude Feuchtigkeitsschäden in der Dach- und Deckenkonstruktion auf. Zudem fanden sich Risse im Mauerwerk, denn der desolate Dachstuhl hatte das Mauerwerk nach außen gedrückt. Nachdem das Turmdach und die Konstruktion des Schiffdachs einschließlich der Mauerkrone saniert werden konnten, erfolgte die Erneuerung der Deckung, die Instandsetzung der Dach- und Deckenkonstruktion sowie der absturzgefährdeten Decke. Aufgrund der schweren Schwammschäden war eine zügige Durchführung geboten. Dachstuhl, Mauerwerksauflager sowie die Anbindung an die Stuckdecke wurden repariert.
Da die wertvolle Stuckdecke ebenso wie der Emporenbereich bereits erheblich durch Schwammbefall in Mitleidenschaft gezogen waren, mussten großflächig Schalbretter und Dielen ausgetauscht sowie glatter Stuck entfernt und gesichert werden. Nun kann mit der Fassadensanierung des Turmes begonnen werden, der bereits statisch gefährdet ist. Die sehr aktive Kirchengemeinde ist mit den hohen Aufwendungen für die Instandsetzung und den Erhalt des Gotteshauses stark gefordert und erhielt dabei bereits 2004 und 2006 Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Oetker-Stiftung.
Die Kirche von Dankerode ist damit eines von über 460 Projekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spender und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.
Bonn, den 2. Oktober 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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