Plakette für ein Brauhaus

Gebietsreferentin überreicht in Meißen Bronzeplakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: Anette Mittring, Gebietsreferentin bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für Sachsen, überbringt am 21. April 2008 im Beisein von Landrat Arndt Steinbach und Oberbürgermeister Olaf Raschke eine Plakette an Dr. Heinrich Bahrmann für das historische Bahrmannsche Brauhaus.
Die Bronzeplakette soll auch nach Abschluss der Arbeiten an dem Brauhaus im Zentrum der Altstadt von Meißen an die Förderung durch die Denkmalschutz-Stiftung erinnern. Mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" soll so an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Das Bahrmannsche Brauhaus wurde um 1570 unter Verwendung von Teilen eines gotischen Vorgängerbaus errichtet. Es handelt sich um ein besonders anspruchsvoll gestaltetes Renaissance-Giebelhaus in städtebaulich exponierter Lage im Zentrum der Altstadt von Meißen, direkt an der Frauenkirche. Urkundlich erstmals erwähnt 1460 wurde hier bis 1898, zuletzt durch die Vorfahren des heutigen Besitzers, Bier gebraut.

Über trapezförmigem Grundriss zwischen Webergasse und Rosengasse aufgeführt, wirkt sein hoch aufsteigender Renaissance-Giebel bis in den südwestlichen Marktzugangsbereich hinein. Ein in das Gebäude eingezogener Wendelstein erschließt die noch ganz überwiegend durch die Renaissancebauphase geprägten Raumfolgen. Das aus dem dreigeschossigen Vorderhaus und zwei Seitenflügeln bestehende Bahrmannsche Brauhaus gehört zu den herausgehobenen Vertretern der bürgerlichen Baukunst des 16. Jahrhundert in der Domstadt Meißen.

Nach dem Umzug der späteren Schwerter-Brauerei in die Brauhausstraße rechts der Elbe erfolgte um 1913 der Umbau zum Wohnhaus. 1983 bis 2001 diente es als Verwaltungsgebäude der Stadt Meißen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten wichtigen Sanierungsarbeiten an Seitenflügeln, Wendelstein, Renaissancegiebel und der historischen Dachkonstruktion, an der sich 2006 auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte, steht die Entwicklung eines denkmalgerechten und nachhaltigen Nutzungskonzeptes an, für die der engagierte Eigentümer, Dr. Heinrich Bahrmann, Rat und Unterstützung bei der Stadt und dem Landkreis sucht.

Das Brauhaus in Meißen gehört damit zu den inzwischen über 650 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz allein in Sachsen, die sie aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte. 16 der Stiftungs-Projekte finden sich allein in der Domstadt Meißen.

Bonn, den 18. April 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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