Hilfe für Stralsunds Marienkirche

Ortskurator überbringt Fördervertrag für St. Marien: Einen weiteren Fördervertrag für die Marienkirche in Stralsund kann am 25. April 2008 um 10.00 Uhr Carsten Zillich, Ortskurator Stralsund der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, an Pfarrer Christoph Lehnert überbringen.
Es stehen damit 25.000 Euro für die Sanierung des Vierungsgewölbes zur Verfügung. Insgesamt konnte die Bonner Denkmalschutz-Stiftung für Arbeiten an St. Marien seit 1993 rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Die Stadtkirche St. Marien liegt am Neuen Markt in Stralsund. Erstmalig 1298 erwähnt, wurde sie in der heutigen Form von 1384 bis 1478 erbaut, nachdem der Vorgängerbau durch einen Turmeinsturz zerstört worden war. Das imposante Westwerk entstand ab 1417. Beherrscht wird der dreischiffige Bau von dem mächtigen, 104 Meter hohen Westturm, der mit seinen flankierenden Treppentürmen und der barocken Haube von 1708 die Stadtsilhouette prägt.

Der Innenraum der Marienkirche beeindruckt durch seine Größe. Das Hauptschiff ist 99 Meter lang und 32,5 Meter hoch. Damit wurde das Ziel erreicht, die Nikolaikirche an Größe zu übertreffen. St. Marien ist somit - nach der Marienkirche zu Danzig - als die größte Backsteinkirche im Hanseraum zu betrachten. Der Chor mit den Chorumgangskapellen entstand bei einem Umbau im 15. Jahrhundert. Filigranes gotisches Maßwerk löst hier die Wandflächen auf.

Von der ursprünglich reichen Innenausstattung mit allein über 40 Altären, die die reichen Kaufleute ihrer Kirche stifteten, hat die Bilderstürmerei der Reformationszeit und die napoleonischen Truppen im 19. Jahrhundert nur wenig übrig gelassen. Kostbarster Besitz der Kirche ist die Barockorgel, geschaffen 1653 bis 1659 vom Lübecker Orgelbaumeister Friedrich Stellwagen.

Nach Abschluss der Außensanierung bemüht sich die Gemeinde seit 2003 um die schrittweise Instandsetzung des Innenraumes und des Inventars. An der für die Gewölbesanierung wichtigen Entsalzung beteiligt sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Die Stralsunder Marienkirche ist damit eines von bisher über 400 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung allein in Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und durch private Spenden fördern konnte. Bundesweit stellte die DSD bereits über 420 Millionen Euro für mehr als 3.400 Denkmale zur Verfügung. Seit 2003 wird die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Stralsund von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Carsten Zillich unterstützt.

Bonn, den 23. April 2008/Schi
Pressemeldung zu St. Marien in Stralsund


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