Der Handelsverband BAG überreichte eine Spende an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, mit welcher der Erhalt schutzwürdiger Bauten gefördert werden soll.
BAG-Präsident Prof. Dr. Helmut Merkel zur Thematik: "Die Städte sind reich an denkmalschutzwürdigen Bauten - auch von Einzelhandelsunternehmen. Der Handelsverband BAG befasst sich als Vertreter primär innerstädtischer Einzelhandelsunternehmen seit mehreren Jahrzehnten mit den Themen Handel, Architektur und Denkmalschutz. Viele unserer Mitgliedsunternehmen setzen in den Innenstädten mit ihren Häusern architektonische sowie städtebauliche Zeichen und engagieren sich nachdrücklich für den Denkmalschutz. Beim Neubau und der Erhaltung denkmalgeschützter Bausubstanz in den Städten übernehmen die BAG-Unternehmen oftmals eine Schrittmacher- Rolle. Der Einzelhandel will und wird sich weiterhin für den Denkmalschutz in den Städten engagieren. Das wird er aber auch nur dann in vollem Umfang umsetzen können, wenn ihm die dazu erforderlichen Rahmenbedingungen gegeben werden. Investitionen des Handels in die Attraktivität der Städte benötigen die Sicherheit und das Vertrauen darauf, dass auch die für die Stadtplanung Verantwortlichen die Städte stärken wollen. Welcher Händler investiert schon gerne in sein Haus in der Stadt, wenn gleichzeitig auf der Grünen Wiese ungehemmt neue Einkaufspaläste und/oder Fabrikverkaufszentren aus dem Boden gestampft werden? Welcher Händler saniert seine Fassade, wenn seine Nachbarläden leer stehen und mit Brettern verbarrikadiert sind?"
Prof. Dr. Trouet, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: "Der Erhalt historischer Bausubstanz hat herausragende Bedeutung, weil er die Individualität der einzelnen Städte sichert. In einigen Städten sind ganze, allerdings historische Stadtkerne in ihrer wirtschaftlichen Zukunft gefährdet. Wir brauchen die Unterstützung der Wirtschaft. Die Deindustrialisierung mit dem Freiwerden großer Industrieanlagen, die Privatisierung und Neuorganisation der großen technischen Infrastrukturen wie Bahnanlagen und Häfen, der Abbau und die Neuorganisation von kommunalen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen und die Konzentration des Einzelhandels in großen Zentren verändern unsere Städte und die Gebäudenutzung grundlegend. Hinzu kommt die generelle Tendenz zur Stadt-Umland-Wanderung und zur bevorzugten Siedlungserweiterung, die bei rückläufiger Bevölkerung vielfach zur Schwächung der Kernstädte führt."
Vor diesem Hintergrund wollen der Verband und die Stiftung einen neuen konstruktiven Dialog zwischen Handel und Denkmalschutz anstoßen. Dazu wurde die gemeinsame Resolution mit Anforderungen an einen künftigen Denkmalschutz in den Städten erstellt.
Berlin, den 12. Juni 2008
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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