Der Trompeter Markus Müller begleitet Helene Jedig an der Orgel, die von Kantor Martin Kotthaus vorgestellt wird. Vom 22. bis 27. April findet eine Festwoche mit einer Reihe von Konzerten mit Reinhard Kluth, dem Barockensemble "Nel Dolce", dem Kammerchor der VHS Gummersbach und dem Neuen Rheinischen Kammerorchester statt. Nähere Informationen unter www.barockorgel-eckenhagen.de.
Die in ihren Anfängen bis ins 11. Jahrhundert zurückreichende Dorfkirche in Eckenhagen wurde bei einem Brand 1777 zerstört, dem auch 47 Wohnhäuser und das Schulgebäude zum Opfer fielen. Der Wiederaufbau der Kirche, die gleichzeitig eine neue barocke Innenausstattung erhielt, war 1794 vollendet. Dazu gehörte auch eine Orgel, die von dem im Kirchspiel ansässigen Orgelbauer Johann Christian Kleine (1737-1805) aus Freckhausen mit insgesamt 32 Registern, verteilt auf 2 Manuale und selbständigem Pedal gebaut wurde.
Der Prospekt ist in der für den Orgelbauer typischen Form gestaltet und in drei Rundtürme mit Pfeifen aufgeteilt, die von Flachfeldern gerahmt werden. Die Orgel ist mit ihren 2059 Pfeifen die größte des nördlichen Rheinlandes und die einzig erhaltene der Orgelbauerdynastie Kleine und Nohl aus dem 18. Jahrhundert.
Durch spätere Eingriffe um 1960 und 1970 wurde die Spielmechanik stark verändert. Bei der Behebung der aufgetretenen Schäden an allen Teilen wurde die Kirchengemeinde von der engagierten Barockorgel-Initiative, der Landeskirche, der Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln, dem Land NRW und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt, die seit 2005 über 100.000 Euro für die insgesamt 350.000 Euro teuren Arbeiten zur Verfügung stellen konnte. Orgelbaumeister Hubert Fasen konnte die Eckenhagener Orgel nach den im Staatsarchiv in Münster noch komplett erhaltenen Konstruktionsunterlagen, Plänen und Aufzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert wiederherstellen. Unerlässlich für den Erfolg der Arbeit war dabei die Kenntnis des richtigen Einsatzes unterschiedlichster heimischer Hölzer sowie die Verwendung der im 18. Jh. bekannter Materialien und Handwerkstechniken.
Eckenhagen gehört damit zu den über 200 Projekten der Stiftung allein in Nordrhein-Westfalen, die sie dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale fördern konnte. Bundesweit förderte die Bonner Stiftung bereits mehr als 3.400 bedrohte Denkmale mit über 410 Millionen Euro.
Bonn, den 18. April 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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