denkmal-Partnerland Polen mit eindrucksvollen Sonderschauen

Wenn vom 18. bis 20. November 2010 in Leipzig die denkmal, Europäische Messe für Restaurierung, Denkmalpflege und Altbausanierung stattfindet, wird die Republik Polen als Partnerland der Messe mit zahlreichen Sonderschauen und Konferenzen einen großen Auftritt haben.
Projektdirektorin Ulrike Lange: "Unser Nachbarland verfügt über hervorragende, europaweit aktive Handwerker in der Denkmalpflege und Restaurierung. Seit der ersten denkmal 1994 bereichern sie die Messe mit ihrem Know-how. Insofern ist Polen als Partnerland für die denkmal geradezu prädestiniert und weckt schon jetzt große Erwartungen."

Nach Italien (2004), Frankreich (2006) und Ungarn (2008) ist Polen das vierte Partnerland der europäischen Denkmalpflege-Leitmesse in Leipzig. Inzwischen stehen die ersten inhaltlichen Schwerpunkte des polnischen Auftrittes fest: "Am ersten Messetag findet eine hochkarätig besetzte Konferenz zum Denkmalschutz in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts statt", so Magdalena Dziemidek, Geschäftsführerin der Auslandsvertretung Polen der Leipziger Messe GmbH. "Im Rahmen des polnischen Gemeinschaftsstandes gibt es zudem drei Sonderausstellungen: zum Denkmalschutz und zur Geschichte der polnischen Backsteingotik-Architektur sowie zum polnischen Weltkulturerbe. Überdies findet das 7. polnisch-sächsische Wirtschaftsforum statt, das die Wechselwirkungen zwischen Denkmalpflege und Wirtschaftskraft thematisiert." Auch die Politik zeigt Flagge: Die polnischen Minister für Kultur und Nationalerbe sowie für Wirtschaft übernehmen die Schirmherrschaft über den Gemeinschaftsstand der Republik Polen.

denkmal vernetzt Nord- und Ostsee-Anrainer
zum Schutz der typischen Backstein-Architektur


"Die denkmal genießt in Europa außerordentlich hohes Ansehen. Sie ist mit ihrer Kombination aus Ausstellerpräsentationen, Fachprogramm, praktischen Vorführungen, Preisverleihungen und Sonderschauen eine hervorragende Plattform für unsere traditionsreiche polnische Branche", sagt Tomasz Merta, General-Denkmalkonservator Polens, zum bevorstehenden Partnerland-Auftritt. "Wir werden die Fachbesucher nicht nur mit den handwerklichen und technischen Möglichkeiten und Methoden polnischer Konservatoren bekannt machen, sondern wollen dem fachkundigen Publikum auch einen Teil unseres reichen kulturellen Erbes näherbringen. Außerdem sind wir an Kontakten interessiert, um neue gemeinsame Projekte über Ländergrenzen hinweg anzuschieben." Beim Knüpfen solcher Kontakte werden Aussteller und Besucher wieder von der Kooperationsbörse CONTACT unterstützt, die schon im Vorfeld der Messe zwischen denkmalpflegerischen Angeboten und Nachfragen vermittelt.

Wichtige Kontakte könnten sich gerade beim Thema "Backsteine, Ziegel und Klinker in der Architektur der Jahrhunderte" ergeben. Das aktuelle Schwerpunktthema der denkmal 2010 sei vor allem deshalb so spannend, weil die Erhaltung dieses Kulturerbes den gesamten Nord- und Ostseeraum betreffe und zwingend einen internationalen Erfahrungsaustausch fordert, so denkmal-Projektdirektorin Lange. Auf der Messe präsentieren spezialisierte Hersteller in einem gesonderten Ausstellungsbereich Klinker, Backsteine, Ziegel- und Formsteine. Ulrike Lange: "Zudem wird hier gehämmert, geklopft und gehauen: Handwerker zeigen, wie man mit diesen Materialien in der Praxis arbeitet." Fachvorträge zum Einsatz von Backsteinen, Ziegeln und Klinkern in der Denkmalpflege sowie eine Fotoausstellung zu mitteldeutschen Ziegelbauten runden den Messeschwerpunkt ab.

Studentischer Architektur-Wettbewerb
erstmals mit internationaler Beteiligung


War die denkmal mit Ausstellern und Besuchern aus Frankreich, Italien, Österreich, Russland, dem Baltikum und den Niederlanden schon immer europäisch ausgerichtet, so ist 2010 auch der studentische Architektur-wettbewerb "Messeakademie" erstmals für internationale Studenten offen. Gesucht werden tragfähige Konzepte und Lösungen für die Aufwertung innerstädtischer Räume.

Auf der denkmal 2008 präsentierten sich auf 20.500 Quadratmetern Fläche 437 Aussteller aus 13 Ländern, die 13.100 Besucher kamen aus 38 Ländern. Der Anteil an Fachbesuchern lag bei 89 Prozent, darunter waren Handwerker, Baustoff-Fachhändler, Restauratoren, Denkmalpfleger, Architekten, Planer und Ingenieure.

Die denkmal steht 2010 erneut unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Gleichzeitig finden in Leipzig die Fachmesse Lehmbau sowie erstmals die MUTEC, Internationale Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik, statt.
Ansprechpartner für die Presse:

Stefan Luig
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Internet:
http://www.denkmal-leipzig.de

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