Die Landauer Katharinenkapelle wurde 1344 in Verbindung mit einem Beginenkloster errichtet. Seit 1872 wird das kleine Gotteshaus in Landau in der Pfalz von der Altkatholischen Gemeinde genutzt.
Nach zahlreichen Umbauten und Veränderungen infolge profaner Nutzung seit der Reformation setzt sich der Bau heute aus einem kurzen, flachgedeckten Langhaus über zwei Jochen und einem gerade geschlossenen Chor mit zwei Kreuzrippengewölben zusammen.
Ein Satteldach mit Dachreiter schließt die Kapelle ab. Das Langhaus ist durch Spitzbogenarkaden in drei Schiffe geteilt, wobei eine basilikale Gliederung aufgrund des fehlenden Obergadens nicht mehr zu erkennen ist.
Im Chor sind Wandmalereien aus der Erbauungszeit erhalten, ein aus sieben Bildern bestehender Passionszyklus. Die 1962 angeblich freigelegte Kreuzigungsgruppe über dem Triumphbogen ist dagegen eine Fälschung des damaligen Restaurators.
Die Landauer Katharinenkapelle wurde in den letzten Jahrzehnten zwar genutzt und instandgehalten, grundlegende Sanierungen erfolgten jedoch nicht. Mittlerweile haben die Schäden allerdings so zugenommen, dass eine umfassende Instandsetzung unumgänglich geworden ist. Das Gebäude weist Mauerwerks- und Gewölberisse auf, hervorgerufen durch statische Schäden in der Dachkonstruktion, die zusätzlich noch von Anobien befallen ist. Weiterhin ist eine starke Salz- und Feuchtigkeitsbelastung des Mauerwerks festzustellen, was zu umfangreichen Putzabplatzungen geführt hat.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Kirchengemeinde gemeinsam mit der Kommune und dem Förderverein nun mit 25.000 Euro für die notwendigen Restaurierungsarbeiten, insbesondere die Fassadeninstandsetzungen.
Die Katharinenkapelle ist damit eines von über 80 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die sie dank privater Spenden und aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte. Seit 2001 wird die Stiftung in Zweibrücken von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Roswitha Chéret unterstützt.
Bonn, den 02.01.2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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