Die Bronzeplakette soll auch nach Abschluss der Arbeiten und der Einweihung der Papierfabrik in Düren an die Förderung durch die DSD erinnern. Mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" wird so an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.
Im vergangenen November konnte die "Stiftung Fabrik für Kultur und Stadtteil" die ehemalige Papierfabrik "Becker und Funck" in Düren nach fünfjährigen Instandsetzungsarbeiten durch das Architekturbüro GLASHAUS PSG als neues Zentrum für Kultur, Gewerbe, Dienstleistungen und Stadtteilaktivitäten übernehmen. An der Instandsetzung des ehemaligen Kesselhauses beteiligte sich neben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz auch das Landesministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport. In dem ehemaligen Fabrikgebäude haben attraktive Büros und Ateliers sowie Begegnungsräume für Kultur und Sport sowie ein Clubkeller Platz gefunden.
Düren war Jahrhunderte lang von der papierverarbeitenden und -herstel-lenden Industrie geprägt. 1898 entstand im Osten der Stadt die Firma Becker & Funck, die Briefpapier, -bögen und Grußkarten produzierte. Die aus Ziegelmauerwerk errichtete Anlage bestand aus den Betriebsbereichen Rohstofflager, Produktion mit Druckerei, Buchbinderei, Goldschnittwerkstatt, Trauerränderei, Prägerei, Schneidemaschinen, Kartonage, Kuvertmaschinen, dem Fertigproduktlager, der Packerei, der Betriebsschlosserei, der Schreinerei für Transportkisten und der Leimküche.
Für die Strom- und Heizungsversorgung sorgte als zentraler Bau das Dampfkesselhaus. Den eingeschossigen Backsteinbau gliedern Stichbogenfenster mit Stahlsprossen. Besonders markant ist der 30 Meter hohe Kamin, der das Symbol der Gesamtanlage darstellt. Im Inneren ist das Maschinenhaus in den Eingangs-, den Kessel-, den Maschinen- und den Kaminbereich untergliedert. Kessel und Kohlendampfmaschine, die einen Generator über einen Treibriemen antreibt, sind original erhalten. Im ehemaligen Dampfkesselhaus wurde nach der von der DSD geförderten Instandsetzung ein industriehistorisches Dokumentationszentrum eingerichtet.
Die Papierfabrik gehört zu den inzwischen über 220 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz allein in Nordrhein-Westfalen, die sie aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale fördern konnte. Seit 2006 wird die Arbeit der Stiftung im Jülicher Land von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Roland Tauber unterstützt.
Bonn, den 16. April 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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