Nun die Fassade

Fördervertrag für die Reithalle in Trugenhofen wird überbracht: Nachdem im ersten Bauabschnitt die Dachsanierung der Reithalle von Schloss Taxis in Dischingen-Trugenhofen im Landkreis Heidenheim erfolgte, steht nun die Restaurierung der Fassade an.
Einen entsprechenden weiteren Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) überbringen Gisela Lasartzyk, Maria Rohde und Julia Beier vom Ortskuratorium Stuttgart der DSD am 19. Dezember 2007 um 11.00 Uhr im Beisein von Bürgermeister Alfons Jakl an Stephan Stehl und Norman Geidelt von der Schlossverwaltung Thurn und Taxis. Lotto-Toto Baden-Württemberg, vertreten durch Hans Weller, dem Bezirksdirektor der Bezirksdirektion Ost-Württemberg, und Regine Koch-Scheinpflug, Kulturreferentin der Lotto-Toto GmbH, hat Förderung durch die Mittel der GlücksSpirale möglich gemacht.

Die heute weitläufige Anlage des Schlosses Trugenhofen wurde 1361 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1819 in Schloss Taxis umbenannt, diente sie seit 1734 als Sommer- und Landsitz der Fürsten von Thurn und Taxis, die mit umfangreichen Erweiterungs- und Umgestaltungsmaßnahmen im 18. und 19. Jahrhundert das heutige Erscheinungsbild maßgeblich prägten.

Den Hauptbestandteil der Anlage bildet das auf einer Felsterrasse gelegene so genannte Hohe Schloss. Dazu gehört ein Steinhaus des 16. Jahrhunderts mit übereck gestellten Flankentürmen, das von einer Freitreppe erschlossen wird und Teile der mittelalterlichen Burg integriert. Zur Anlage gehören die Schlosskapelle St. Maria, der langgestreckte Gästetrakt und im rechten Winkel dazu der Kavaliersbau aus dem 18. Jahrhundert. Im Stil der englischen Neogotik wurde um 1840 der Fürsten- und Prinzenbau mit anschließendem Theater ergänzt, der englische Park entstand ab 1742.

Die Reithalle der Schlossanlage Taxis erbaute 1776 Baumeister Johann Georg Hitzelberger. Der Rechteckbau weist eine nach Norden gerichtete, siebenachsige Hauptfassade mit Mittelrisalit auf, der als gemuldete Nische gestaltet ist. An den Fassaden lassen sich noch bauzeitliche Reste aufgemalter Architekturgliederungen erkennen. 1879 wurde der barocke Bau in klassizistischer Formensprache umgestaltet: Das hohe, mit Giebeln und Gauben versehene Dach ersetzte ein flaches Walmdach mit offenem Dachstuhl aus Eisen - eine in dieser abgelegenen Region zu dieser Zeit sehr progressive Baumaßnahme. Gleichzeitig entstand im Innern eine neue Zuschauerempore, ebenfalls aus Eisen.

In einem ersten Bauabschnitt wurde bis zum Frühjahr 2007 die verschlissene Schieferdeckung ersetzt. Dabei konnten die hölzernen Pfetten überwiegend erhalten werden, während die Schalung und Schieferdeckung vollständig erneuert werden musste. Nun steht die Restaurierung der historischen Putze an, für die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale weitere 30.000 Euro zur Verfügung stellt.

Die Reithalle ist damit eines von über 120 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die sie dank privater Spenden und aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Bonn, den 17. Dezember 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

Nun die Fassade
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