Einen entsprechenden Fördervertrag über 50.000 Euro überbringen am 8. Februar 2008 um 11.00 Uhr Julia Beier und Gisela Lasartzyk vom Ortskuratorium Stuttgart der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, im Beisein von Werner Kley als Vertreter der GlücksSpirale an Pfarrer Jürgen Grabetz und Eberhard Dommer, dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden.
Die katholische Stadtpfarrkirche St. Georg von Hockenheim wurde in den Jahren 1910/11 nach Plänen des Erzbischöflichen Oberbaurats Johannes Schroth in strengen Jugendstilformen an der Stelle mehrerer Vorgängerbauten errichtet. Die katholische Gemeinde beschloss um die Jahrhundertwende die Gründung eines Kirchenbauvereins, um die zu klein gewordene Kirche durch einen Neubau zu ersetzen.
Die dreischiffige Basilika ist mit einem Westquerhaus und einem 60 Meter hohen Turm an der Nordostecke ausgestattet. Über einer breiten Freitreppe an der Westseite erhebt sich eine ausschwingende, übergiebelte dreiachsige Fassade mit reicher Bauzier.
Das Innere mit einer etwa um ein Joch vorspringenden Westempore wird im Mittelschiff von einer mächtigen Längstonne überspannt, die Seitenschiffe sind kreuzgratgewölbt. Die beeindruckende innere Gestaltung und Ausstattung mit ornamentalen und szenischen Malereien aus der Erbauungszeit hat sich größtenteils erhalten. Dazu zählen die plastischen Darstellungen des Bildhauers Hugo Taglang aus Mannheim oder die Großkeramik einer Kreuzigungsgruppe des Bildhauers Schädler und die Wand- und Deckenmalereien von Otto Rünzi und Josef Wagenbrenner.
Nach Abschluss der Gesamtsanierung des Außenbaus wurde 2006 mit den beiden ersten Bauabschnitten zur Restaurierung der inneren Raumschale begonnen. Die stark pudernde, instabile und gleichzeitig extrem verschmutzte Fassung mit abgelösten Malschichten wird gesichert, zudem werden Schädigungen durch Wassereinbrüche behoben. 2008 sollen diese Arbeiten auch in den Seitenschiffen abgeschlossen werden.
Die Jugenstilkirche St. Georg in Hockenheim gehört damit zu den über 120 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz allein in Baden-Württemberg, die sie seit ihrer Gründung 1985 aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte. Seit 2001 wird die Stiftung im Raum Stuttgart von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Julia Beier unterstützt.
Bonn, den 6. Februar 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

Im
Romoe Restauratoren Netzwerk finden Sie Fach- und Sachinformationen zu
Restaurierung und
Konservierung von Restauratoren und Ihren Restaurierungsprojekten. Weiterhin erhalten Sie Infos zu den Themen Berufsbild Restaurator, über Produkte und Handel im Bereich
Restaurierungsbedarf und Restauratorenbedarf.