Hilfe für St. Peter und Paul

Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Donndorf überreicht: Für die Restaurierung des Mauerwerks der Dorfkirche in Donndorf im Kyffhäuserkreis überbringt Heinz Stade vom Ortskuratorium Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am 27. Juni 2008 um 10.00 Uhr einen Fördervertrag der Stiftung an Bürgermeisterin Gudrun Holbe.
Damit stehen weitere Stiftungsmittel von über 21.000 Euro für die Instandsetzungsarbeiten an der romanischen Dorfkirche mit ihrem gotischen Chor zur Verfügung.

Umgeben vom alten Kirchhof, inmitten des Dorfkerns, liegt die romanische Dorfkirche. Der ursprünglich verputzte Sandsteinbau mit einem quadratischen Turm aus dem 11. Jahrhundert wurde im 14. Jahrhundert durch Anbau eines gotischen Ostchores erweitert. Erhalten sind heute nur noch der massive quadratische Bruchstein-Turm und der Chorraum mit Fünfachtelschluss. Das westliche Kirchenschiff wurde Mitte des 19. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgetragen, es ist jedoch noch gut ablesbar. Erhalten sind Turm und Chor. Der Triumphbogen zum ehemaligen Schiff

wurde vermauert und der Restbau nun als Kirche weitergenutzt. Die Kir-che besitzt besondere architektonische, kunsthistorische und städtebauliche Bedeutung.

Von der Innenausstattung ist insbesondere der spätgotische Schnitzaltar von 1500 mit einer Marienkrönung gut erhalten. Eine besonders aktive Gemeinde kümmert sich seit Jahren um die Pflege des ältesten Bauwerks von Donndorf.

Wegen der starken Umweltschäden förderte die Bundesstiftung Umwelt bereits die ersten Maßnahmen der Steinsanierung. An den Außenwänden finden sich Schalenbildungen und Absandungen in einer Höhe von bis zu 2,5 Metern mit Schalen- und Krustenbildung, Rissen, Hohlstellen und Absprengung. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat sich 1993 und 1994 bereits mit insgesamt über 81.000 Euro an den Instandsetzungsarbeiten an Turm und Dächern von St. Peter und Paul beteiligt. Bei den jetzigen Maßnahmen erhält die Gemeinde Unterstützung vom Land, dem Kirchenkreis, dem Konsistorium Magdeburg und dem Landesamt für Denkmalpflege.

Die Donndorfer Kirche zählt damit - ebenso wie das ehemalige Kloster Donndorf - zu den rund 380 Denkmalen, die die Stiftung allein in Thüringen mit Hilfe von privaten Spenden und mit Mitteln der Lotterie GlücksSpirale fördern konnte. Die GlücksSpirale ist die Rentenlotterie von Lotto, aus deren Zweckerträgnissen bundesweit Projekte der Denkmalpflege, des Sports und der Wohlfahrt unterstützt werden. Die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird in Erfurt von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Dr. Dieter Tettenborn unterstützt.

Bonn, den 25. Juni 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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