Fassaden werden restauriert

Ortskurator überbringt Fördervertrag für die City-Kirche in Mönchengladbach: Ludwig Petry, Ortskurator Meerbusch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, kann einen weiteren Fördervertrag für Mönchengladbach überbringen. Am 22. Februar 2008 erhält Pfarrer Dr. Albert Damblon von der City-Kirche St. Mariae Himmelfahrt einen Fördervertrag der Stiftung über 40.000 Euro für die Fassadenarbeiten an Schiff und Chor.
Damit können die notwendigen Steinsanierungsarbeiten an der spätgotischen Basilika erfolgen.

Der 1469 bis 1533 erbaute Kirchenbau endet nach Osten im Hauptchor mit einem 5/8-Schluss und nach Westen mit einem vorgesetzten, viergeschossigen Turm. Der Turm birgt im Kern Reste eines romanischen Vorgängerturmes und wird von zwei polygonalen, neugotischen Kapellen aus dem Jahr 1890 begleitet. Der Kirchenbau wird ergänzt von zwei Nebenchören sowie einer rechteckigen Sakristei in der Verlängerung des südlichen Seitenschiffs.

Der aus Backstein und Tuff errichtete Turm wird von Spitzbogenblenden mit reichem Maßwerk in vier Geschosse gegliedert. Ein hohes achtseitiges Pyramidendach, das verschiefert ist, schließt den Kirchturm seit dem Jahr 1956 ab. Langhaus und Chor gliedern einfachere, abgetreppte Strebepfeiler und ein Simsband. Das Maßwerk der dreiteiligen Fenster stammt aus der Zeit der Restaurierung des Jahres 1890. Die Hauptchorfenster zeigen Maßwerkbrücken und mit Maßwerk verzierte Sockelstreifen.

Den dreischiffigen Innenraum prägen die mächtigen Rundbogenpfeiler, die spitzbogige Scheidarkaden tragen. Vorgesetzte Halbsäulen über Blattkapitellen tragen vierteilige Kreuzrippengewölbe. Die dreigeteilten Obergadenfenster sind durch die hohen Seitenschiffsdächer als Blende gestaltet. Im Westen werden die Seitenschiffe von kleinen, siebeneckigen Kapellen geschlossen.

Ein farbiger Glasgemäldezyklus von J. Klos stammt von 1968, ebenso wie Altar und Ambo von P. Haak aus der Zeit 1957 bis 1967. Zur wertvollen Ausstattung zählen ein Taufstein aus dem 15. Jahrhundert, zwei Weihwasserbecken von 1696 und Holzskulpturen aus dem 15. Jahrhundert. Die Ausstattung wird vervollständigt von der großen Orgel aus dem Jahre 1975, die über 32 Register verfügt.

Mangelhafte Wasserableitung führte in den letzten Jahren zu Steinschäden. Die Fugen sind ausgewaschen, das Außenmauerwerk verwittert. Spätere Hydrophobierung führte zu Steinzerfall. Nachdem in einem ersten Bauabschnitt der Westturm instand gesetzt und der Chor notgesichert wurde, können nun die Steinsanierungen erfolgen.

Nach der Kirche in Mönchengladbach-Wickrathberg und dem Meweshof in Buchholz ist die City-Kirche das dritte Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Mönchengladbach und eines von 220 Förderprojekten in Nordrhein-Westfalen, die sie dank privater Spenden und aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale fördern konnte. Seit 2004 wird die Stiftung im Raum Meerbusch von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Ludwig Petry unterstützt.

Bonn, den 20. Februar 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

Fassaden werden restauriert
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