Erneute Hilfe für Hamburgs Katharinenkirche

Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: Die Hauptkirche St. Katharinen in der Freien und Hansestadt Hamburg erhält erneute Hilfe von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die Hauptkirche St. Katharinen in der Freien und Hansestadt Hamburg erhält erneute Hilfe von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Für die laufende Mauerwerkssanierung - Maurer- und Natursteinarbeiten sowie Sicherungs- und Verankerungsarbeiten - stehen damit weitere 75.000 Euro zur Verfügung. Die Stiftung konnte 2002 bereits die Arbeiten an den nordöstlichen Strebepfeilern mit 58.000 Euro unterstützen.

Die Hauptkirche St. Katharinen ist eine Gründung aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Urkundlich wird sie 1256, wenige Jahre nach der ersten Eindeichung und Ummauerung der Grimm-Insel, erwähnt. Das heutige Kirchenschiff, eine langgestreckte, querschifflose Pseudobasilika aus Backstein entstand jedoch erst im 14./15. Jahrhundert.

In nachmittelalterlicher Zeit erfuhr die Kirche verschiedene bauliche Veränderungen. 1656/57 schuf der Zimmermann Peter Marquart aus Plauen den prachtvollen barocken Turmhelm aus Kupfer. Anstelle der baufälligen Renaissancefassade von 1566/68 entwarf Johann Nikolaus Kuhn 1732/38 die noch heute vorhandene Barock-Fassade an der Westfront des Turmes, die den Überhang des Turmkörpers sichert. 1943/44 wurde die Kirche durch Brand- und Sprengbomben schwer geschädigt. Die einstmals reiche Ausstattung ging dabei fast vollständig verloren. 1956 fand der Wiederaufbau seinen ersten Abschluss. Dabei wurde der Turm nach den alten Plänen der Barockzeit wiederhergestellt.

Der schnelle Wiederaufbau nach dem Krieg mit mangelhaftem Material führt heute wieder zu schweren Schäden. Feuchteschäden, massive Probleme mit Salzausblühungen, Ziegelzermürbung und Abplatzungen sowie Setzungen und Bewegungen des Untergrunds müssen behoben werden.

Die Kirche ist ein herausragendes sakrales Baudenkmal der Hamburger Innenstadt. Die seit jeher vorhandene unmittelbare Beziehung zum Hafen erhält aktuell neue Bedeutung, da in Zukunft das große Neubauprojekt "Hafen-City" südlich der Speicherstadt einen neuen Bezug zum Hafen schafft. Das Projekt wird eng vom Denkmalschutzamt betreut und unterstützt.

Die Hauptkirche St. Katharinen gehört ebenso wie drei weitere Hauptkirchen der Stadt - Michaelis, Petri, Jacobi - zu den Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Sie ist damit eines von bisher 18 Projekten, das die Stiftung allein in Hamburg mit Hilfe von privaten Spenden und mit Mitteln der Lotterie GlücksSpirale fördern konnte. Die GlücksSpirale ist die Rentenlotterie von Lotto, aus deren Zweckerträgnissen bundesweit Projekte der Denkmalpflege, des Sports und der Wohlfahrt unterstützt werden. Die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird in Hamburg von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Dr. Klaus Röhrer unterstützt. Weitere Informationen zur Arbeit des Ortskuratoriums unter www.klaus.roehrer[at]web.de.

Bonn, den 12. Juni 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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