Damit stehen für die Instandsetzungsarbeiten an dem historischen Hallenhaus, in dem ein Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet werden soll, weitere 50.000 Euro zur Verfügung. Bei dem Projekt wird die Kommune außerdem von der NRW-Stiftung, dem Land und dem Förderverein unterstützt.
Das im Ortskern nahe der Kirche errichtete Gebäude in der Ledder Dorfstraße war ursprünglich eine Vierständer-Fachwerkkonstruktion mit Querdielen und angehängtem Kammerfach. Der Fachwerkbau bildet mit der Kirche das historische Zentrum des Dorfes und besitzt daher besondere ortsbildprägende Wirkung und städtebauliche Bedeutung.
Im Kern stammt das Gebäude, ein dreischiffiges Hallenhaus, aus dem 16./17. Jahrhundert. Er erhielt im 18./19. Jahrhundert einen Anbau und wurde im 19. und 20. Jahrhundert nochmals stark umgebaut.
Auf den vermutlich noch aus dem 14. Jahrhundert stammenden Gewölbekeller, der Teile eines früheren Speicherbaues mit einbezog, wurde der jüngere Bau aufgesetzt. Die Westwand wurde im 20. Jahrhundert massiv ausgetauscht und erhielt einen neuen Zugang.
Nach dem Kauf des Baudenkmals durch die Stadt und die Übertragung an den Förder- und Trägerverein "Gemeinschaftshaus Ledde e. V." zur langfristigen Nutzung wurden bereits erste Schadensgutachten und Nutzungsplanungen entwickelt. Hier soll nach der Restaurierung das Dorfgemeinschaftshaus von Ledde eingerichtet werden.
Durch die marode Dachentwässerung sind bereits statische Schäden an der Dachkonstruktion entstanden, die durch Holzschäden an der Fachwerkkonstruktion ergänzt werden. Putzschäden, Risse, die statische Gefährdung der Kellerdecken sowie spätere Um- und Einbauten ergänzen das Schadensbild.
Der Fachwerkbau in der Ledder Dorfstraße ist damit eines von 220 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die sie dank privater Spenden und aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte. Seit 1999 wird die Stiftung in Münster und Umgebung von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Johannes Kliem unterstützt.
Bonn, den 20. Februar 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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