Dächer am Meweshof werden wieder dicht

Ortskurator überbringt Fördervertrag: Einen Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die Dach- und Zimmermannsarbeiten am Meweshof in Mönchengladbach-Buchholz überbringt Ludwig Petry, Ortskurator Meerbusch der DSD, am 15. Dezember 2007 um 11.00 Uhr an Dr. Heinrich und Irmgard Gerards.
Damit stehen 50.000 Euro für die dringend notwendigen Arbeiten an der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Hofanlage zur Verfügung.

Die dreiseitige Backstein- und Fachwerkhofanlage des Meweshofs in Buchholz besteht aus dem Wohnhaus und angrenzenden Wirtschaftsbauten. Das Haupthaus aus dem beginnenden 18. Jahrhundert zeigt sich heute als giebelständigen, zweigeschossigen Ständerbau. Der Straßengiebel aus Backstein wurde der Fachwerkfassade vorgeblendet, seine Anker datieren ihn auf 1732. Der verputzte Sockel reicht fast bis zu den Sohlbänken der Erdgeschoss-Fenster. Die Fenster sind als stichbogige Stulpflügelfenster mit Oberlichtern gearbeitet und können durch zweiteilige Schlagläden geschlossen werden. Das Fachwerkgefüge zeigt überblattete Kopfstreben.

1852 wurde das Haus um eine abgeschleppte Backstein-Abseite zur Straßentraufe hin erweitert. Die Raumstruktur im Inneren ist original erhalten. Kölner Decken und bauzeitliche Türen, Fenster und Oberflächen sind noch vorhanden. Zwei hohe Gewölbekeller werden von der Hofseite aus erschlossen.

Parallel zum Wohnhaus steht eine Quertennenscheune in Fachwerkkonstruktion, die durch einen Fachwerkstall mit dem Wohnhaus verbunden ist. Die nach Westen anschließenden Bauten wurden nach einem Brand im 19. Jahrhundert durch Backsteinbauten ersetzt. Die Gesamtanlage, die sich seit mehreren Generationen im Besitz einer Familie befindet, ist bemerkenswert durch ihren hohen Originalbestand. Sie dokumentiert die für die Hausforschung wichtige kleinbäuerliche Lebensweise des 18. Jahrhunderts und hat eine die Kulturlandschaft prägende Bedeutung.

Durch Schäden an der Dachkonstruktion, der Dachdeckung und Entwässerung sind Schäden an der Fachwerkkonstruktion und den Ausfachungen entstanden. Abgängige Putze, Mauerwerksschäden, undichte Türen und Fenster sowie schadhafte Giebelverschalung und Schäden an den Kölner Decken und den Böden vervollständigen das Schadensbild. In einem ersten Bauabschnitt erfolgen nun die zimmermannsmäßige Reparatur des Dachstuhls sowie Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten an Haupthaus, Scheune und Stall, für die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 50.000 Euro zur Verfügung stellt.

Der Meweshof ist damit eines von über 280 Förderprojekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in Nordrhein-Westfalen aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte. Bundesweit konnte sie seit ihrer Gründung 1985 über 400 Millionen Euro für über 3.200 Projekte zur Verfügung stellen.

Bonn, den 13. Dezember 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse


Dächer am Meweshof werden wieder dicht
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