Bakendorfer Gutskapelle wiederhergestellt

Gemeinde feiert Abschluss der Sanierung: Mit einem Festgottesdienst am 8. Juni 2008 um 14.00 Uhr feiern die Verbundenen Kirchengemeinden Gammelin-Warsow und Parum den Abschluss der mehrjährigen Sanierungsarbeiten an der Gutskapelle Bakendorf im Landkreis Ludwigslust.
Während des Gottesdienstes wird auch der neue Altar der Kapelle geweiht. Im Anschluss laden Pastorin Maria Harder und der Gemeindekirchenvorstand Freunde und Förderer zu einem Beisammensein bei Kaffee und Kuchen sowie um 17.00 Uhr zu einem Konzert des Liedermachers Ingo Barz ein.

Die Dorfkirche von Bakendorf ist eine kleine Feldsteinkapelle, die 1832-34 als Gutskapelle des Gutes Bakendorf erbaut wurde. Der in klassizistischen Formen gehaltene Bau erhebt sich über rechteckigem Grundriss und ohne Turm. Strenge architektonische Gliederungselemente wie Gesimsbänder und Fensterfaschen des aus gehauenem Feldstein errichteten Kirchenbaus sind in Backstein ausgeführt und verputzt. Jeweils vier Rundbogenfenster öffnen die Längsseiten, die Ost- und Westseite werden durch ein Rundbogenfenster- bzw. eine Rundbogentür gegliedert. Ursprünglich waren die Fenster mit sechseckigen Bleiverglasungen versehen, die 1909 durch rautenförmige Glasscheiben ersetzt wurden. In den 1960er Jahren erfolgte eine neue Verglasung der Südseite durch großformative Scheiben. Seit dieser Zeit werden die harmonischen Proportionen des Saals mit seiner flachen Decke durch den Einbau einer hölzernen Empore sowie einen neuen verklinkerten Zementfußboden beeinträchtigt.

Die Kirchein Bakendorf gilt als einer der wenigen erhaltenen klassizistischen Sakralbauten in Mecklenburg, teilweise wird gar die Bauaufsicht dem Schweriner Baurat Georg Adolph Demmler zugeschrieben.

Durch jahrzehntelange mangelnde Baupflege war die Dacheindeckung desolat, dies führte zu Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk. Außerdem waren die Fenster, Türen und der Fußboden schadhaft. 2001 konnten mit Hilfe des Vereins "Dorfkirchen in Not" die schlimmsten Schäden im Sockelbereich und an der Feldsteinfassade behoben werden. Durch eine Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2002, die gemeinsam mit dem Verein und dank großzügiger Zuwendungen der treuhänderisch von der DSD verwalteten Zillmer-Stiftung 40.000 Euro zur Verfügung stellen konnte, wurde der Dachstuhl instand gesetzt und neu eingedeckt sowie die Fenster aufgearbeitet und dabei auf die ursprüngliche Gliederung zurückgeführt. Im Inneren wurden die zementhaltigen Putze und der Fußboden entfernt und ein neuer Fußboden eingebracht. Anschließend erfolgten der Verputz des Sockelbereiches und der Anstrich. Wiedererstanden ist ein Kirchenraum mit heller Atmosphäre und guter Akustik.

Die Gutskapelle in Bakendorf ist damit eines von über 400 Denkmalen, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden und aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte. Die GlücksSpirale ist die Rentenlotterie von Lotto, aus deren Zweckerträgnissen bundesweit Projekte der Denkmalpflege, des Sports und der Wohlfahrt unterstützt werden.

Bonn, den 6. Juni 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

Bakendorfer Gutskapelle wiederhergestellt
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