Weitere Hilfe für Schloss Drachenburg

Ortskuratorin überbringt Fördervertrag: Einen weiteren Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) für Schloss Drachenfels überbringt Ingeborg Wimheuer, Ortskuratorin Bonn/Rhein-Sieg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, am 20. November 2007 um 11 Uhr an Bürgermeister Peter Wirtz und Stefan Rees, den Geschäftsführer des Schlosses.
Damit stehen weitere 100.000 Euro für die Restaurierungsarbeiten der Zimmer, insbesondere der Wand- und Deckenmalereien zur Verfügung. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat bereits 2006 die Restaurierung des Nibelungenzimmers und der Bibliothek unterstützt.

Schloss Drachenburg hoch über Königswinter zählt zu den Wahrzeichen der Region. 1882 bis 1884 ließ der Bankier Baron Stephan von Sarter durch den Architekten Wilhelm Hoffmann nach Plänen von Tüshaus & von Abbema unter der Burg Drachenfels eine repräsentative historistische Schlossanlage bauen.

Das Schloss ist ein langgestreckter Bau mit Sandstein- und Tuffsteinfassaden. Die Hauptburg erhebt sich auf einer den gesamten Bau umlaufenden Terrasse. Sie wird ergänzt durch einen südlichen, zweigeschossigen Wohnbau mit dem Hauptturm, die nördlich anschließende Kunsthalle und den viergeschossigen Nordturm mit Zinnenkranz und Eckwarten. Das Gebäude wird von dem vielgestaltigen Grund- und Aufriss sowie einer bewegten Dachlandschaft geprägt. Bauzier und Skulpturen, die die deutsche Sagenwelt und Geschichte thematisieren, schaffen einen Bezug zum Drachenfels als Schauplatz der Siegfriedsage und zur Rheinromantik des 19. Jahrhundert.

Das zweigeschossige Haupthaus wird im Inneren durch ein aufwändig gestaltetes Treppenhaus erschlossen, das in die Beletage mit den Repräsentations- und Wohnräumen sowie in die Kunsthalle führt. Die Kunsthalle war ursprünglich dem "deutschen Geist" als "Walhalla" gewidmet. Daran schließt sich das Kneipzimmer im Erdgeschoss des Turmes an. Das Nibelungenzimmer und die Bibliothek im ersten Obergeschoss zeigen großflächige Leinwandmalereien mit Szenen aus der deutschen Sagenwelt.

Nach dem die Anlage seit 1902 mehrfach den Besitzer wechselte, stand das Ensemble leer und war 1972 bis 1989 in Privatbesitz. Danach kaufte es die NRW-Stiftung, die das Schloss nun schrittweise instandsetzt, um es für kulturelle Zwecke öffentlich und museal zu nutzen. An den Arbeiten beteiligt sich auch die in Bonn ansässige private DSD, die nun insbesondere die Restaurierung der Wand- und Deckenmalereien des Musikzimmers und der privaten Wohnräume des Bauherrn unterstützt.

Damit ist Schloss Drachenburg eines von über 190 Förderprojekten, das die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in NRW aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte. Seit 2002 wird die Stiftung in Bad Honnef von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Ingeborg Wimheuer unterstützt.

Bonn, den 19. November 2007/Schi

Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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