Damit stehen weitere 100.000 Euro für die Restaurierungsarbeiten der Zimmer, insbesondere der Wand- und Deckenmalereien zur Verfügung. Die Deutsche
Stiftung Denkmalschutz hat bereits 2006 die Restaurierung des Nibelungenzimmers und der Bibliothek unterstützt.
Schloss Drachenburg hoch über Königswinter zählt zu den Wahrzeichen der
Region. 1882 bis 1884 ließ der Bankier Baron Stephan von Sarter durch
den Architekten Wilhelm Hoffmann nach Plänen von Tüshaus & von Abbema
unter der Burg Drachenfels eine repräsentative historistische
Schlossanlage bauen.
Das Schloss ist ein langgestreckter Bau mit Sandstein- und
Tuffsteinfassaden. Die Hauptburg erhebt sich auf einer den gesamten Bau
umlaufenden Terrasse. Sie wird ergänzt durch einen südlichen,
zweigeschossigen Wohnbau mit dem Hauptturm, die nördlich anschließende
Kunsthalle und den viergeschossigen Nordturm mit Zinnenkranz und
Eckwarten. Das Gebäude wird von dem vielgestaltigen Grund- und Aufriss
sowie einer bewegten Dachlandschaft geprägt. Bauzier und Skulpturen, die
die deutsche Sagenwelt und Geschichte thematisieren, schaffen einen
Bezug zum Drachenfels als Schauplatz der Siegfriedsage und zur
Rheinromantik des 19. Jahrhundert.
Das zweigeschossige Haupthaus wird im Inneren durch ein aufwändig
gestaltetes Treppenhaus erschlossen, das in die Beletage mit den
Repräsentations- und Wohnräumen sowie in die Kunsthalle führt. Die
Kunsthalle war ursprünglich dem "deutschen Geist" als "Walhalla"
gewidmet. Daran schließt sich das Kneipzimmer im Erdgeschoss des Turmes
an. Das Nibelungenzimmer und die Bibliothek im ersten Obergeschoss
zeigen großflächige Leinwandmalereien mit Szenen aus der deutschen
Sagenwelt.
Nach dem die Anlage seit 1902 mehrfach den Besitzer wechselte, stand das
Ensemble leer und war 1972 bis 1989 in Privatbesitz. Danach kaufte es
die NRW-Stiftung, die das Schloss nun schrittweise instandsetzt, um es
für kulturelle Zwecke öffentlich und museal zu nutzen. An den Arbeiten
beteiligt sich auch die in Bonn ansässige private DSD, die nun
insbesondere die Restaurierung der Wand- und Deckenmalereien des
Musikzimmers und der privaten Wohnräume des Bauherrn unterstützt.
Damit ist Schloss Drachenburg eines von über 190 Förderprojekten, das
die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in NRW aus privaten Spenden
und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte. Seit 2002
wird die Stiftung in Bad Honnef von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium
unter der Leitung von Ingeborg Wimheuer unterstützt.
Bonn, den 19. November 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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