Schulungszentrum für Jugendbauhütte in Heiligengrabe

Ehemalige Brennerei bietet jungen Menschen Raum: Im renovierten Gebäudekomplex der Alten Brennerei im Kloster Stift zum Heiligengrabe im Landkreis Ostprignitz-Ruppin bezieht am 29. November 2007 die Jugendbauhütte Brandenburg/Berlin ein neues Schulungszentrum.
Winfried Alber, Staatssekretär für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg, und Prof. Dr. Gottfried Kiesow, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), weihen gemeinsam mit Dr. Norbert Heinen, dem Geschäftsführer des Vereins Jugendbauhütten der DSD das neue Zentrum in Heiligengrabe ein. Nach der Begrüßung durch Äbtissin Dr. Friederike Rupprecht sprechen Landrat Christian Gilde, Dr. Hans-Hermann Bentrup vom Förderverein der Jugendbauhütte Brandenburg/Berlin, Bürgermeister Holger Kippenhahn und Bernd Henning, der Leiter der Jugendbauhütte Grußworte. Eine Theateraufführung der Jugendbauhütte, Klosterbesichtigungen und Führungen durch die neuen Seminarräume ergänzen das Festprogramm.

Seit September 2004 leisten Jugendliche in der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz initiierten Jugendbauhütte Brandenbrug/Berlin ein freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege. Betreut von Bernd Henning als pädagogischen Leiter von den "Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten" (ijgd) und an der Seite erfahrener Fachleute erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen unmittelbaren Eindruck von der Vielfalt denkmalpflegerischer Themen. Sie sind dabei in den verschiedensten denkmalpflegerischen Betrieben und Einrichtungen tätig: in Handwerksbetrieben wie Maurer, Tischler, Maler, Stukkateure aber auch bei Restauratoren und Architekten, bei Denkmalbehörden und anderen Denkmalorganisationen. In diesem berufsorientierenden Jahr haben Jugendlichen bis zum Alter von 26 Jahren die Chance, Klarheit über ihre eigenen Fähigkeiten und beruflichen Neigungen zu gewinnen. Nach einem ersten Pilotprojekt in der Welterbestadt Quedlinburg konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits sieben weitere Jugendbauhütten starten.

In Seminarblöcken, die nun in Heiligengrabe stattfinden können, werden allgemeine Grundlagen der Denkmalpflege vermittelt. Dabei geht es um die Geschichte des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, die Bedeutung des europäischen Kulturerbes, Stil- und Materialkunde sowie Forschungs- und Arbeitsmethoden. Auch die rechtlichen Grundlagen und die einschlägigen Berufsbilder spielen in den Seminaren eine Rolle.

Seit 1996 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Instandsetzung des Baukomplexes des Stiftes zum Heiligengrabe mit bisher über 800.000 Euro. Heiligengrabe hat von Beginn an Einsatzstellen zur Verfügung gestellt, nachdem die ursprüngliche Initiative für eine Jugendbauhütte auch in Brandenburg von Staatssekretär a. D. Hans-Hermann Bentrup Heiligengrabe als Standort vorsah. Nun ist das Stift durch das neue Schulungszentrum zu einem besonderen Arbeitsschwerpunkt in Brandenburg geworden. Die Arbeiten wurden durch den Mauerfonds der Bundesregierung sowie durch das Sozialministerium und das Ministerium für Infrastruktur des Landes Brandenburg gefördert.

Bonn, den 28. November 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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