Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die die Arbeiten mit 140.000 Euro gefördert hat, wird von Dr. Emanuel Gebauer, Ortskurator Waiblingen/Backnang, vertreten. Für das leibliche Wohl sorgt der Gesangsverein Concordia.
Die Zehntscheune von Bönnigheim ist Bestandteil des ehemaligen Meiereihofs der bekannten Wallfahrtskirche auf dem Michaelsberg bei Cleebronn. Zu den Hauptbauten der Meierei zählen ein Steinbau von 1296 und die spätmittelalterliche Zehntscheune.
Die 1479/80 entstandene Scheune ist ein langgestreckter Bau mit Satteldach, das an einer Seite abgewalmt ist. Während die westliche Traufwand und der Südgiebel massiv errichtet wurden, ist das Gebäude ansonsten in Fachwerk erbaut. Für die damalige Zeit bauhistorisch wichtig ist der Dachstuhl als Dokument einer Mischkonstruktion aus verblatteten stehenden Stühlen und liegenden Stühlen in Verbindung mit Hängewerk. Das Gebäude lässt sich dendrochronologisch auf das Jahr 1470 datieren.
An der lange Zeit leer stehenden ehemaligen Zehntscheune wurden jahrzehntelang nur notdürftig Bauunterhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Dadurch waren an der Scheune, die der Kommune gehört und zu Lagerzwecken dient, starke Schäden am Dachwerk und Innengerüst entstanden. Die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten an Dach, Decken und Fachwerk, die vorerst die Nutzung durch das Museum ermöglicht, aber auch weitere Entwicklungen zulässt, förderte neben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz auch das Land Baden-Württemberg.
Die Zehntscheune ist eines von über 120 Denkmalen, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale seit 1990 allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
Bonn, den 25. Oktober 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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