Propsteikirche in Mönchpfiffel wird weiter geholfen

Ortskurator übergibt Fördervertrag: Einen weiteren Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die Arbeiten an der ehemaligen Propsteikirche von Mönchpfiffel im Kyffhäuserkreis überbringt Heinz Stade vom Ortskuratorium Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am 3. Dezember um 14.30 Uhr an Britta Ronnenberg vom Klostergut Mostobst GmbH Mönchpfiffel.
Damit stehen weitere 10.000 Euro aus Spendenaktionen für die Restaurierungsarbeiten, insbesondere Naturstein und Putzrestaurierungsarbeiten zur Verfügung. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat bereits 2002 und 2004 die Arbeiten an Turm und Schiff der ehemaligen Propsteikirche mit 25.000 Euro gefördert, die zukünftig kulturell genutzt werden soll.

Zu dem einstigen Gutshof von Mönchpfiffel, der bis zum 14. Jahrhundert als Propstei des Zisterzienserklosters Walkenried diente, gehört auch die ehemalige Propsteikirche. Der kleine, steinsichtige Bruchsteinbau stammt im Kern vermutlich bereits aus dem 11 Jahrhundert und wurde schon in romanischer Zeit mehrmals umgebaut. Als 1745 der Klosterhof ein Kammergut des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach wurde, wurde die Propsteikirche zur Gemeindekirche der Dorfbevölkerung. Unter Großherzog Carl Friedrich entstand nach Plänen des Architekten Clemens Wenzeslaus Coudray an anderer Stelle eine neue Pfarrkirche und der mittelalterliche Kirchenbau verlor seine originäre Nutzung. Zukünftig soll die Kirche, die mitsamt dem historischen Gutshof 1995 der Raiffeisen-Warengenossenschaft eG Agil übernommen wurde, kulturell genutzt werden.

Die Fassaden des von einem Satteldach abgeschlossenen Kirchensaals gliedern Rundbogenfenster und Eckquaderungen. Im Osten erhebt sich über dem Kirchenschiff der etwas schmalere, auf querrechteckigem Grundriss errichtete Chorturm und dahinter ein anschließendes quadratisches Chorjoch. Der Turm wird außen durch bauzeitliche Säulenbiforien und einen Zinnenkranz des 19. Jahrhundert gegliedert.

Trotz späterer Veränderung besitzt der Bau noch immer einen großen Bestand an Originalsubstanz. So finden sich im Inneren besonders seltene romanische Ritzfugungen auf dem Innenputz, die eine regelmäßige Quaderung vortäuschen. Der Innenraum wird ansonsten geprägt von einem Triumphbogen mit Kämpferplatte, der die Verbindung von Schiff zum Chor herstellt.

Nach den statischen Sicherungsarbeiten am Turm und am Kirchenschiff sollen nun insbesondere die Natursteinarbeiten am inneren Chorbogen und am Turmeingang sowie die Restaurierung des Putzes einschließlich der Bauforschung, restauratorischen Befunduntersuchungen und der restauratorischen Bauüberwachung erfolgen.

Mönchpfiffel ist eines von über 380 Förderprojekten, das die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in Thüringen aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte.

Bonn, den 29. November 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse


Propsteikirche in Mönchpfiffel wird weiter geholfen
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