An die Förderung erinnert nun eine Plakette, die Christian Rusch, Ortskurator Frankfurt der Stiftung, am 20. November 2007 um 11.00 Uhr an Joachim Safran von der Katholischen Kirchengemeinde St. Josef Frankfurt-Höchst. Mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz" wird so an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.
An der Nord-Ostseite der Justinuskirche wurde 1891 am Justinusplatz der überlebensgroße Kruzifix aufgestellt. Damals erhielt die Sandsteinskulptur einen neuen, darunter aufgemauertem Altar. Der Kreuzschaft mit dem Corpus Christi und dessen Kopf und Arme sind aus grau/beigem Sandstein gefertigt. Der Kreuzbalken wurde zwischen 1929 und 1932 in Betonwerkstein erneuert.
Es handelt sich um eine beachtliche spätgotische Skulptur, die den letzten sichtbaren Rest des über 1000 Jahre belegten alten Friedhofs von Höchst darstellt. Ursprünglich stand das Kreuz mit der Christusfigur wohl auf dem um die Justinuskirche herum gelegenen alten Höchster Friedhof, der 1810 an die Luciusstraße verlegt wurde. Die letzte Aufstellung ging auf das Jahr 1891 zurück, als nach Fertigstellung des neuen Pfarrhauses auch die Trennmauer zum Justinusplatz aufgeführt wurde, an der das Kruzifix fest verankert war.
Kreuz und Kruzifix wurden zwischenzeitlich abgebaut und in einer Restaurierungswerkstatt restauriert. Der Steinkonservator des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege erarbeitete nach der Widmung des v. Köckritz-Preises durch Erhard Bouillon ein gründliches Konzept zur Sanierung und Konservierung des Steines. Dabei wurde der Stein gefestigt und die Abschälungen fixiert, so dass die Steinkorrosion nun gestoppt ist. Alte Reparaturen mit Metalldübeln und Bruchstellen wurden überarbeitet und fehlende Teile ergänzt.
Die von der Gemeinde und der Stiftergemeinschaft gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege angestellten Überlegungen zur erneuten Aufstellung, die für die Skulptur schonend und denkmalgerecht sein muss, führten zu der jetzigen Lösung, bei der das Kreuz an der Gartenmauer zwischen Kirche und Pfarrhaus eine sicher neue Aufstellung gefunden hat.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit ihrer Gründung 1985 aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und privaten Spenden bundesweit mit über 390 Millionen Euro mehr als 3.200 historischen Baudenkmale unterstützen, rund 75 davon allein in Hessen. Seit 1997 wird die Stiftung in Frankfurt von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unterstützt, dass Christian Rusch seit 2004 leitet.
Bonn, den 19. November 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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