Plakette für die Ludwigskirche

Ortskurator übergibt in München Ehrentafel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: Anlässlich eines Ortstermins an der St. Ludwigskirche in Münchens Innenstadt überreicht Peter-Christian von Taysen, Ortskurator München der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, am 25. Oktober 2007 um 15.00 Uhr eine Plakette an Pfarrer Dr. Ulrich Babinsky.
Die Bronzeplakette soll auch nach Abschluss der Maßnahmen zur Wiederherstellung der farbigen Dachdeckung am Dach an die Förderung durch die Denkmalschutz-Stiftung erinnern. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat 100.000 Euro für die Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" wird so an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Die katholische Ludwigskirche in München wurde 1829-44 im Auftrag Ludwigs I. durch Friedrich von Gärtner in den Formen des Romanik und des Trecento erbaut. Die dreischiffige Basilika besteht aus drei Langhausjochen, einem Querhaus und einem gerade schließendem Altarraum.

Die viergeschossigen Türme mit von Rosetten durchbrochenen Steinhelmen sind gegenüber der Fassade leicht vorgezogen. Arkaden verbinden sie mit dem Pfarrhaus auf der Nordseite und dem ehemaligen Wohnhaus Gärtners.

Das Innere ist bestimmt von den farbig gefassten Wandflächen und Gewölben mit den Gemälden, die Peter von Cornelius und sein Schülern von 1836-39 schufen.

Wesentlicher Bestandteil der konsequenten inneren und äußeren Gestaltung Gärtners war auch die Dachhaut. Die ursprünglich mit farbig glasierten und in Mustern verlegten Ziegeln gedeckten Dachflächen der Kirche wurden zuletzt in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg überarbeitet. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege betrachtet es als zentrales Anliegen der Erneuerungsmaßnahme, im Sinne der Erhaltung des Gesamtkunstwerks St. Ludwig, die Dachflächen in der von Friedrich von Gärtner konzipierten Art und Weise wieder zu vervollständigen.

Es geht hierbei um die sach- und fachgerechte Instandsetzung einer die Stadtsilhouette Münchens prägenden Kirche, die gleichzeitig ein einzigartiges Gesamtkunstwerk des Königreichs Bayern in der Mitte des 19. Jahrhunderts darstellt. Die Kirchengemeinde wird dabei vom Land, der Landeskirche und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt.

Die in Bonn ansässige private Denkmalschutz-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1985 aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und privaten Spenden allein in Bayern für die Rettung und Bewahrung von mehr als 120 historischen Baudenkmalen Fördermittel zur Verfügung stellen. Bundesweit förderte sie mit über 390 Millionen Euro mehr als 3.200 historischen Baudenkmale.

Bonn, den 22. Oktober 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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