Es handelt sich bereits um den fünften Fördervertrag der privaten Denkmalschutz-Stiftung, mit denen die Restaurierungsarbeiten an dem ungewöhnlichen barocken Zentralbau im Landkreis Sömmerda unterstützt werden. Weitere 5.000 Euro aus Spendenmitteln stehen diesmal für notwendiges Material bei der in Eigenleistung geplanten Neuverputzung des Kirchenschiffs zur Verfügung.
Die Kirche von Eckstedt steht in der Dorfmitte und ist eine der wenigen als Zentralbauten ausgeführten Kirchengebäude Thüringens. Der Bau ist mit dem im Westen vorgelagerten Turm durch einen Zwischenanbau verbunden. Die Fassung des Innenraums stammt noch aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Über einer weißen Grundierung sind die Gliederungselemente - Füllungen und Stützen - in einer pastellroten Marmorierung ausgeführt; vergoldete Zierleisten ergänzen die Fassung. Bestimmt wird der Innenraum durch einen doppelten, umlaufenden Emporenring, der auch das Gestühl im Erdgeschoss mit einbindet. Die ehemalige Patronatsloge und das von drei Delphinen getragene, hölzerne Taufgestell ergänzen die Ausstattung.
Der ehemals in Schiefer gedeckte Kirchturm und das Kirchendach wurden vor der Wende erneuert, allerdings in Asbestplatten und Betonziegel. Durch die Ausbreitung von echtem Hausschwamm stand daher dringend die umfassende Sanierung des Dachstuhls an, bevor die Innenraum- und Fassadensanierung angegangen werden konnte. Die engagierte Gemeinde hat seit Jahren die Instandsetzung ihre Kirche mit erheblichen Eigenleistungen und dem Einsatz des Projektes "Schwitzen statt Sitzen" vorbildlich vorangetrieben.
Die Eckstedter Kirche ist damit eines von über 370 Förderprojekten allein in Thüringen, die die in Bonn ansässige private Stiftung aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und durch private Spenden fördern konnte. Bundesweit konnte die DSD bereits mit über 390 Millionen Euro mehr als 3.200 Denkmale retten helfen. Seit 2002 wird die Arbeit der Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Erfurt und Umgebung von einem ehrenamtlich tätigen Ortskuratorium unter der Leitung von Dr. Dieter Tettenborn unterstützt.
Bonn, den 3. Juli 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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