Kälberstall wird Gästehaus

Stiftung übergibt für St. Marienthal Fördervertrag für eine neue Nutzung: Am Samstag, dem 12. Oktober 2007 wird um 15.00 Uhr der ehemalige Kälberstall der Klosteranlage St. Marienthal seiner neuen Nutzung als Gästehaus St. Clemens zugeführt.
Bei einem Festakt mit Grußworten von Dr. Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Michael Kretschmer, MdB, Dr. Albin Nees, Präsident des Deutschen Familienverbandes, Landrat Günter Vallentin und dem Festvortrag von Dr. Albert Hauser, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Soziales, wird Weihbischof Georg Weinhold vom Bistum Dresden-Meißen den sanierten Bau segnen. Die mit den Sanierungsarbeiten betrauten Architekten Kornelia und Harald Just übergeben den Schlüssel an den Sr. M. Hildegard Zeletzki OCist, Dr. Michael Schlitt und Rainer Neumer vom Vorstand der Stiftung Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal.

Die unmittelbar an der Neiße gelegene Zisterzienserinnen-Abtei Marienthal wurde 1230 durch König Wenzel II. von Böhmen gegründet. 1427 erstmals zerstört, wurde das Kloster in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts unter der Äbtissin Anna Friedrich (1650-90) unter Verwendung alter Bausubstanz neu errichtet. Von diesen Bauten haben sich nur die Kirche sowie die Abteigebäude wie Propstei, Refektorium, Kreuzgang und Bäckerei erhalten. Die größte Zahl der Nebengebäude - so etwa das Lusthaus, die Wagenremise und die Brauerei - stammt vor allem aus dem 1. Viertel des 18. Jahrhunderts. Das Kloster wird nach wie vor als Zisterzienserinnen-Abtei genutzt.

Aus dem ehemaligen Kälber- und Teilen des ehemaligen Kuhstalls ist nun ein Gästehaus für das Begegnungszentrum entstanden. Es gibt sowohl Einzel-, als auch Doppelzimmer wie auch Schlafräume für Gruppen. Musik- und Seminarräume stehen ebenso zur Verfügung wie eine Lehrküche. Benannt wurde das neue Haus nach dem heiligen Papst und Märtyrer Clemens von Rom.

Möglich wurde der einjährige Umbau durch die gemeinsame Unterstützung der Europäischen Union, dem Bund, dem Land, dem Landkreis, der Stadt, dem Bistum Dresden-Meißen sowie der Bundesstiftung Umwelt, der Hertie-Stiftung, der Aktion Mensch sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die DSD hat für die Instandsetzungsarbeiten an den verschiedenen Bauten der Klosteranlage seit 2000 bereits rund 300.000 Euro zur Verfügung gestellt. Damit ist die ehemalige Zisterzienserinnenabtei eines von über 640 Projekten allein in Sachsen, die dank privater Spenden und den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale bisher von der Bonner Denkmalschutz-Stiftung gefördert werden konnte.

Bonn, den 11.Oktober 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

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