Historische Fenster für das Frankfurter Ernst May Haus

Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überbringt Fördervertrag: Christian Rusch, Ortskurator Frankfurt/Main der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt am 11. September 2007 um 11.00 Uhr im Ernst-May-Haus (Im Burgfeld 136, 60439 Frankfurt) einen Fördervertrag der DSD über 10.000 Euro an Dr. Eckhard Herrel von der Ernst-May-Gesellschaft e.V.
Möglich wurde der Fördervertrag dank einer Spende der Wüstenrot-Stiftung, durch die nun die zur Sanierung anstehenden Fenster originalgetreu wiederhergestellt werden können.

Unter dem Bürgermeister Ludwig Landmann bauten der Frankfurter Architekt, Stadtplaner und Stadtbaurat Ernst May (1886 bis 1970) sowie eine Gruppe von Architekten in einer Zeit großer Wohnungsnot von 1925 bis 1930 rund 15.000 Wohnungen, Siedlungen und Einzelprojekte in Frankfurt am Main. Unter der Bezeichnung "Das Neue Frankfurt" haben diese Bauten, die zum umfangreichsten Bauprogramm der Weimarer Republik zählten, Eingang in
die Sozial-, Architektur- und Kunstgeschichte gefunden. Die nach der gleichnamigen Zeitschrift "Das Neue Frankfurt" benannten Frankfurter Bauten sind neben dem Bauhaus in Dessau, der Weißenhofsiedlung in Stuttgart und den Berliner Siedlungen bedeutende Zeugnisse der frühen Moderne in Deutschland.

1926 bis 1928 wurde in Heddernheim unter der Federführung von May die Siedlung Römerstadt im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. Die Römerstadtsiedlung ist ein Beispiel für weitgehend standardisierte Siedlungshäuser und die von Margarete Schütte-Lihotzky entworfene Frankfurter Küche, die als funktionale Arbeitsküche auf kleinstem Raum entworfen wurde und für viele spätere Einbauküchen zum Vorbild wurde. Die Siedlung besteht aus eingeschossigen Eigenheim-Reihenhäusern und drei- bis viergeschossigen Wohnblocks. Die Gebäude sind verputzt, zeigen Fensterbänder und Einzelfenster aus unterschiedlich großen Formaten und schließen mit Flachdächern ab. Die zum Tal hin gelegenen Gärten dienen als Nutzgarten für die Selbstversorgung und zur Erholung.

Nachdem die Ernst-May-Gesellschaft beobachtete, dass die meisten Bauten zunehmend verändert wurden, entschloss sie sich 2005 im Reihenhaus Burgfeld 136, einem im Inneren noch weitgehend erhaltenen Bau, ein "Musterhaus des neuen Bauens" einzurichten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei wird sie nun auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt.

Das Ernst-May-Haus in Frankfurt ist damit eines von 75 Förderprojekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz seit ihrer Gründung 1985 allein in Hessen dank privater Spender und den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale hat fördern können.

Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse
Bonn, den 7. September 2007/Schi

Historische Fenster für das Frankfurter Ernst May Haus
Im Romoe Restauratoren Netzwerk finden Sie Fach- und Sachinformationen zu Restaurierung und Konservierung von Restauratoren und Ihren Restaurierungsprojekten. Weiterhin erhalten Sie Infos zu den Themen Berufsbild Restaurator, über Produkte und Handel im Bereich Restaurierungsbedarf und Restauratorenbedarf.