Erneute Hilfe für St. Georg in Lünen

Ortskurator übergibt Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: Einen Fördervertrag für St. Georg in Lünen übergibt Wolfgang D. Drüll, Ortskurator Dortmund der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am 13. Juni 2007 um 12 Uhr vor der Kirche an Pfarrer Udo Kytzia. 30.000 Euro stehen damit wieder für die Sanierung der Langhausfassaden der evangelischen Kirche zur Verfügung.
Dies ist seit 2002 der dritte Fördervertrag, mit dem die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung die Restaurierungsarbeiten in Lünen im Landkreis Unna unterstützt.

Die evangelische Stadtkirche St. Georg liegt zentral in der Stadtmitte von Lünen, etwas zurückgesetzt von der Hauptstraße. Die Westfälische Hallenkirche stammt im Kern aus der Zeit um 1360. Sie erhebt sich auf fast quadratischem Grundriss und wird im Osten von einem Chor im 5/8-Schluss ergänzt, der 1364 fertig gestellt wurde. Im Westen überragt das Kirchenschiff ein quadratischer, dreigeschossiger Turm.

Den weiß gefassten Putzbau gliedern farbige Eckquaderungen, Strebepfeiler sowie spitzbogige Maßwerkfenster. Während die Langhausfenster Fischblasenmotive schmücken, ist das Maßwerk der Fenster des Chores mit Dreipassmaßwerk gegliedert.

Ein Satteldach deckt das Schiff, eine Spitzhaube den Turm. Nach einem Brand wurde das Gebäude 1512 bis 1521 wiederhergestellt. 1884 ersetzte man den bis dahin verbretterten Ostgiebel durch eine Fachwerkwand.

Den dreischiffigen, zweijochigen Hallenraum prägen Kreuzrippengewölbe, die von Rundpfeilern und Wandkonsolen getragen werden. Aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts stammt eine Gewölbemalerei, die den Sündenfall und das Jüngste Gericht zeigt. Die Apostelbilder im Chor entstanden im 15. Jahrhundert. Zur Bedeutung der reichen Ausstattung trägt insbesondere der Flügelaltar von 1470 bei, der aus dem Umkreis des Meisters von Liesborn stammt. Triumphkreuz, Sakramentshäuschen, Taufstein und geschnitzte Emporenbrüstungen werden seit 1725 von einer Orgel des Schnitgerschülers Gerd von Holz ergänzt.

Aufsteigende Feuchtigkeit und durch die marode Dachentwässerung eindringende Nässe belastete das Backsteinmauerwerk der Kirche, so dass es bereits zu großflächigen Putzabplatzungen im Sockelbereich kam. 2001 wurde mit der Instandsetzung der Westfassade begonnen, danach folgten dringend notwendige Arbeiten an den Langhausfassaden mit Putz- und Stuckarbeiten sowie Steinmetzarbeiten an den Fenstern, für die seit 2002 auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bisher nunmehr 91.500 Euro zur Verfügung stellte.

St. Georg ist damit eines von rund 200 Förderprojekten allein in Nordrhein-Westfalen, die die in Bonn ansässige private Stiftung aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und durch private Spenden fördern konnte. Bundesweit konnte die DSD bereits mit über 390 Millionen Euro mehr als 3.200 Denkmale retten helfen.

Bonn, den 11. Juni 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

Erneute Hilfe für St. Georg in Lünen
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