Um 18.00 Uhr spielen die Virtuosi di Praga, begleitet von Alběta Poláčková als Sopranistin, Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und Karel Stamic.
Seit 1990 besteht diese Konzertreihe "Grundton D", die der Deutschlandfunk gemeinsam mit der DSD zugunsten bedrohter Denkmale veranstaltet. "D" steht dabei auch für Dank, denn der Erlös kommt jeweils direkt den Bauwerken zugute, in denen sie stattfinden. Über 2,5 Millionen Euro kamen so bisher durch Eintrittsgelder und Spenden für dringend notwendigen Baumaßnahmen an bedrohten Schlössern, Kirchen und Konzertsälen zusammen. Die Konzertreihe folgt dabei dem Gedanken, in der Verbindung von Musik und Architektur Menschen für das kulturelle Erbe zu begeistern und zu aktiver Mithilfe zu gewinnen. Für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die Konzertreihe des Deutschlandfunks eine großartige Möglichkeit, für die bekannten und unbekannten Kleinode um Unterstützung zu werben. Die bundesweite Ausstrahlung der Konzerte im DLF vermittelt neben dem musikalischen Genuss auch wichtige Informationen über den Denkmalschutz an ein Millionenpublikum.
Das Georgenhospital wurde bereits im frühen Mittelalter zur Pflege schwer erkrankter Kreuzritter gegründet. Die erste Anlage befand sich unterhalb des 1146 gegründeten Klosters Michaelstein in der Nähe von Blankenburg. Um 1300 wurde diese Einrichtung nach Blankenburg verlegt.
Die heutige barocke Anlage in Blankenburg wurde von 1713-50 zusammen mit der Hl. Geist-Kapelle neu errichtet. Sie ersetzte das als Armen- und Altenhaus genutzte mittelalterliche Hospital von 1318, das sich an anderer Stelle befand. Es handelt sich um eine fast vollständig erhaltene barocke stadtbildprägende Hofanlage, deren letzte Bewohnerin im Jahr 2000 starb.
Das schlichte langgestreckte Hauptgebäude mit Satteldach, massiver Straßenfassade und rückwärtiger Fachwerkkonstruktion war 1737 vollendet. Im risalitartig vorgezogenen Mittelteil mit drei Spitzbogenfenstern und Dachreiter befindet sich die 1717 geweihte eingeschossige Kapelle, die 1838 gotisiert wurde. Die nördlich und südlich anschließenden Bereiche sind zweigeschossig. Bis 1750 entstanden weitere Anbauten im Nordosten und Südosten, 1860 vier zusätzliche freistehende Nebenhäuser entlang der Hospitalstraße.
Aufsteigende Feuchtigkeit hatte zu erheblichen Schäden geführt. Stilfremde Bauteile aus DDR-Zeiten verunklärten den jahrzehntelang ungenügend genutzten Bau, der nun wieder von der Stiftung St. Georgenhof in Blankenburg als sozio-kulturelles Zentrum des Diakonischen Werkes einer sinnvollen Nutzung zugeführt worden ist. An der Sanierung hat sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit über 60.000 Euro beteiligen können.
Weitere Konzerte: 15. Juli: Schloss Bedheim (Thüringen); 29. Juli: Barockkirche Kroppen, (Brandenburg); 31. August: Boitzenburg, St. Marien auf dem Berge (Brandenburg); 22. September: Schloss Nimritz (Thüringen); 29. September: Weidegut Colmnitz (Sachsen), 7. Oktober. Schloss Dreilützow (Mecklenburg-Vorpommern).
Bonn, den 4. Juli 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

Im
Romoe Restauratoren Netzwerk finden Sie Fach- und Sachinformationen zu
Restaurierung und
Konservierung von Restauratoren und Ihren Restaurierungsprojekten. Weiterhin erhalten Sie Infos zu den Themen Berufsbild Restaurator, über Produkte und Handel im Bereich
Restaurierungsbedarf und Restauratorenbedarf.