50.000 Euro aus der GlücksSpirale

Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Sanierung der Burg Wertheim: Anlässlich einer Reise mit Förderern überbringt Professor Dr. Gottfried Kiesow, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, am 17. Oktober um 12.15 Uhr im Schlösschen im Eichelhofgarten einen Fördervertrag für die laufenden Sanierungsarbeiten an der Burg Wertheim an Oberbürgermeister Stefan Mikulicz.
Möglich wird die Förderung von über 50.000 Euro durch Mittel der Lotterie GlücksSpirale, die durch Regine Koch-Scheinpflug von Toto-Lotto Baden-Württemberg vertreten wird.

Am Zusammenfluss von Main und Tauber, hoch über der Wertheimer Altstadt, erhebt sich eine der größten Steinburgen Deutschlands. Ihre zahlreichen Wohngebäude waren durch einen tiefen Halsgraben und umfangreiche Wehranlagen gesichert, die teilweise die natürliche Felslage mit einbinden.

Bereits 1183 erfolgte eine urkundliche Nennung. Die meisten Bauten der nur noch als Ruine überkommenen Anlage entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Vornehmlich im 15. Jahrhundert wurde die ursprüngliche staufische Kernburg durch zahlreiche Bollwerke erweitert und in mehreren Phasen zum befestigten Schloss ausgebaut. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde die Anlage 1634 bzw. 1647 weitgehend zerstört. 1742/45 ergänzte man das Burgtor durch ein im Innern stuckiertes Festsaalgebäude als Belvedere am Rande der Burg, das sogenannte Neue Archiv. Sanierungen im Rahmen der Burgenromantik des ausgehenden 19. Jahrhunderts sicherten die Burg vor dem weiteren Verfall.

Trotz der kontinuierlichen Bauunterhaltung der Burg müssen nun aufgrund kürzlich aufgetretener Schäden Notsicherungsmaßnahmen erfolgen, da durch das desolate Mauerwerk akute Absturz- und Einsturzgefahr besteht. Nun soll mit Hilfe des Landes und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz der erste Bauabschnitt der Mauerwerkssanierung beginnen.

Die Burganlage ist das dritte Förderprojekt der Stiftung in Wertheim, die bereits die Instandsetzung des Wertheimer Schlösschens und des Eicheler Hofgartens unterstützen konnte. Die Wertheimer Projekte gehören zu den über 120 Projekten, die in Baden-Württemberg dank der GlücksSpirale durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gefördert werden konnten. Die in Bonn ansässige private Denkmalschutz-Stiftung ist seit 1991 Destinatär der erfolgreichen Lotterie. In Wertheim wird die Stiftung durch ein ehrenamtliches Ortskuratorium unter der Leitung von Dr. Jörg Paczkowski unterstützt.

Bonn, den 17. Oktober 2007/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse

50.000 Euro aus der GlücksSpirale
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