Das Stadtbad in der Töpferstraße wurde 1871-73 nach Plänen des damaligen Stadtbaumeisters Trummler errichtet. Das Hallenbad greift auf die bereits bis ins 16. Jahrhundert zurückreichende Tradition der mineralhaltigen Quellen des Töpferberges zurück. Das spätklassizistische Gebäude ist ein wichtiger Bestandteil der Ringbebauung der Stadt, die nach Auflassung der Stadtbefestigungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts erfolgte. Der erste Bau eines Stadtbades wurde 1812 zwischen der heutigen Milchstraße und dem alten Stadtmauerturm, dem lange als Gefängnis genutzten sogenannten „Speiviel“, erbaut. Nach den Plänen Trummlers begann ab 1871 der Bau eines neuen Stadtbades. Als erster Teil wurde bereits 1873 das Männerschwimmbad eröffnet, das mit einem 17 Meter langen Becken mit Wellengang das modernste Hallenschwimmbecken seiner Zeit besaß. 1874 erfolgte die Übergabe des Ostflügels mit Wannenbädern und Schwimmbecken für Damen und Herren, einem irisch-römischen Bad, einem russischen Dampfbad sowie Räumen für Medizinal- und Moorbäder. Im alten „Speiviel“, der einen neuen Aufsatz mit Pilastern und Rundbogenfenstern bekam, wurde der Wasserkessel sowie der notwendige Schornstein des Dampfkessels eingebaut. Die Fassade des Stadtbades zum Altstadtring hin ist mit einem Säulenportikus besonders prächtig gestaltet. Vor dem Bau steht eine korinthische Säule, die von Karl Friedrich Schinkel entworfen wurde und auf die an dieser Stelle befindliche Mineralquelle verweist.
Mit einem Förderbetrag von 238.000 Euro unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2006 den ersten Bauabschnitt der denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung des Stadtbades. Zu der bis 2008 geplanten Gesamtmaßnahme gehört auch der Anbau eines modernen Wettkampfbeckens.
Insgesamt konnte die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung durch private Spenden und Mittel der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale allein in Zittau 40 Maßnahmen an 15 Denkmalen mit mehr als 3,4 Millionen Euro fördern.
Bonn, den 16.06.2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/99786292/fullView

Im
Romoe Restauratoren Netzwerk finden Sie Fach- und Sachinformationen zu
Restaurierung und
Konservierung von Restauratoren und Ihren Restaurierungsprojekten. Weiterhin erhalten Sie Infos zu den Themen Berufsbild Restaurator, über Produkte und Handel im Bereich
Restaurierungsbedarf und Restauratorenbedarf.