Wo Goethes Schwiegertochter lebte

Weitere Hilfe für das Pogwisch-Haus in Weimar: Weitere Hilfe aus Bonn für das Haus von Goethes Schwiegertochter überbringen am 6. Dezember Professor Dr. Heinz Schwarzbach und Barbara Schönfelder vom Ortskuratorium Weimar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).
Sie überreichen um 11.00 Uhr einen Fördervertrag über 70.000 Euro der Bonner Stiftung für das Pogwischhaus im östlichen Ilm-Park an Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung Weimar. Bereits seit 2003 fördert die DSD die Instandsetzung des Hauses, in dem Goethes Sohn August mit seiner Frau, Ottilie von Pogwisch, wohnte.

Ein einstiges Weinberghaus aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts, das im östlichen Parkbereich an der Ilm und südlich von Goethes Gartenhaus liegt, wurde um 1772 an den weimarischen Staatsbeamten J. Chr. Schmidt verkauft, der es grundlegend umgestaltete. Über fast quadratischem Grundriss erhebt sich der schlichte, verputzte Fachwerkbau auf einem hohen massiven Sockel. Die Fassaden werden von zwei und von drei Klappläden flankierten Fensterachsen und Eckquaderungen gegliedert. Im Osten wird der Bau durch eine hohe zweiläufige Natursteintreppe akzentuiert, deren Eingangsvorbau mit Arkadenbögen und Balustern gestaltetet ist. Ein flaches Walmdach deckt das Haus, das eines der seltenen erhaltenen Gartenhäuser des klassischen Weimars darstellt. Seine besondere historische Bedeutung erhielt das Gebäude durch die Familie von Goethes Sohn August, der es gehörte.

Nach einer ersten gründlichen restauratorischen Voruntersuchung 2003 konnten bisher die Instandsetzung der Gründung, die zimmermannsmäßige Reparatur von Fachwerk und Dachkonstruktion sowie die Erneuerung der Dachdeckung erfolgen. Es folgte die Reparatur der Außenputze und der Innenstruktur. Weitere Arbeiten im Inneren und Äußeren können nun fortgeführt werden.

Das Pogwisch-Haus ist eines von inzwischen 12 Denkmalen, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bisher allein in Weimar hat fördern können. Seit 2001 wird die Stiftung in Bonn von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Professor Heinz Schwarzbach unterstützt. Insgesamt konnte die DSD aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und privaten Spenden allein in Thüringen 743 Förderverträge über eine Summe von mehr als 31 Millionen Euro für 350 Projekte abschließen.

Bonn, den 4. Dezember 2006/Schi

Wo Goethes Schwiegertochter lebte
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