Not macht erfinderisch. Marc Lenzen hatte in den 80er Jahren
zufällig beobachtet, wie ein Taubenschwarm von Touristen gefüttert
wurde. Mitten in diesem Schwarm saß auf einem Stein eine Rabenkrähe.
Um diese herum war ein taubenfreier Kreis von etwa 2 Metern. Als sie
vom Stein hüpfte, öffnete sich der Taubenschwarm vor ihr und schloss
sich hinter ihr wieder. Dann vergaß er diese Begebenheit wieder. Als
er aber Jahre später auf seinem eigenen Balkon Tauben hatte, fiel sie
ihm spontan wieder ein. Er besorgte sich eine ausgestopfte Rabenkrähe
und er konnte feststellen, dass die Tauben das Weite suchten und nie
mehr zurückkamen.
Vor einigen Jahren trat er an das Zoologische Institut der
Universität Hamburg heran, mit der Frage, ob nicht Interesse an einer
wissenschaftlichen Untersuchung der Wirkung der Rabenkrähenattrappe
bestünde. Diese Rabenkrähenattrappe ist eine farb- und
maßstabsgetreue Nachbildung der Rabenkrähe (Corvus corone corone) aus
Polyäthylen und Herr Lenzen vertreibt diese inzwischen in Deutschland
und im Ausland. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden in Hamburg neun
Wohnblocks mit Balkonen ausgewählt. Bei diesen Objekten handelte es
sich ausschließlich um Bauten, die in Kerngebieten der Hamburger
Stadttaubenbestände lagen.

Im Zentrum des jeweiligen Untersuchungsgebietes lag ein
Beobachtungsbalkon mit einem Aufstellungsort für die
Rabenkrähenattrappe. Die Inhaber der Wohnungen mit dem
Beobachtungsbalkon beschwerten sich einheitlich über Belästigungen
durch Stadttauben. Die Untersuchungsgebiete befanden sich in einem
16m, 12m, 8m und 4m sichtbaren Umfeld um den jeweiligen
Aufstellungsort der Rabenkrähenattrappe herum. Durch die Darbietung
einer Rabenkrähenattrappe vergrößerten die Stadttauben ihren Abstand
zum Aufstellungsort um durchschnittlich 2,47 m. Eine Verringerung der
Anzahl der Stadttauben zeigt sich vor allem im Radius von 4 m. Diese
Verhaltensveränderung zeigte sich ausschließlich unmittelbar nach dem
Aufstellen der Rabenkrähenattrappe. Das abweichende Verhalten der
Stadttauben unmittelbar nach dem Aufstellen wurde über die gesamte
Beobachtungszeit beibehalten. Die Rabenkrähe ist für die Stadttaube
ein Feind, dem sie gegenüber ein Schutzverhalten in Form von
Meideverhalten zeigen.
Die Balkone wurden 32 Wochen lang beobachtet und in dieser Zeit
waren sie taubenfrei.
Fazit der Studie: Grundsätzlich wurden nach dem Aufstellen der
Rabenkrähenattrappe keine Stadttauben mehr auf den Balkonen
gesichtet.
Originaltext und Bildquelle: "Kräuterhaus"
Pressekontakt:
Marc Lenzen - "Vater aller Raben"
Sabine Ridder - "Mutter aller Raben"
Tel.: +49-40-24 0000
www.taubenabwehr.net
www.kraeuterhaus.net

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