Neuer Glanz im Spiegelsaal

Die Restaurierung des Spiegelsaals von Schloss Leyenburg in Rheurdt-Schaephuysen im Landkreis Kleve wird auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt. Professor Dr. Monika Wolf, Ortskuratorin der Stiftung in Krefeld, übergibt am 14. September 2006 um 11.00 Uhr einen Fördervertrag an Martin Atock und Ines van Tienhoven.
Damit kann mit der notwendigen Restaurierung der Wandfassungen, der Decken und des Deckengemäldes im Spiegelsaal in den Räumen der Beletage begonnen werden.

Im Jahre 1765 kauften die Herren von der Leyen das Gut Kieckhorst und begannen mit dem Neubau des Herrenhauses. Das Haus, ursprünglich als Jagdschloss geplant, ist bis heute umgeben von einer Parkanlage mit See aus dem 18. Jahrhundert. Der verputzte, siebenachsige und dreigeschossige Bau liegt unter einem Walmdach. Ein dreiachsiger Mittelrisalit, Dreiecksgiebel, Ecklisenen und stark profilierte Geschossgesimse gliedern die Fassaden des Schlosses. Die Stichbogenfenster werden von profilierten Gewänden gerahmt.

Erst 1832 waren die Umbauarbeiten beendet, so dass sich der Bau in klassizistischen Formen zeigt. Im Inneren finden sich aufwendige, qualitätvolle Repräsentationsräume mit Deckengemälden, Stuck und Wandverkleidungen. Auch die großzügige Eingangshalle von Schloss Leyenburg hat sich erhalten. Besonders bemerkenswert sind das Damenzimmer mit farbig gefassten Stofftapeten und der zentrale Spiegelsaal mit stuckgerahmten Spiegeln, Stuckmarmor und aufwendigem Parkettboden aus der Erbauungszeit. Schloss Leyenburg besitzt eine aufwendige, in hohem Maße originale Ausstattung und stellt eines der seltenen Zeugnisse spätbarocker und frühklassizistischer Baukunst der Region dar.

Schloss Leyenburg ist eines von über 180 Förderprojekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in NRW aus privaten Spenden und Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte. Insgesamt konnte die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung seit ihrer Gründung 1985 über 3.000 bedrohte Denkmale mit mehr als 370 Millionen Euro fördern.

Bonn, den 13.09..2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/93932480/fullView

Neuer Glanz im Spiegelsaal
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