Rhein, Wein, Burgen - das sind heute beinahe Synonyme. Seit Jahrtausenden ist der Rhein Westeuropas Hauptverkehrsweg. Hier trafen in der Antike römische Truppen und Kaufleute auf die einheimische Zivilisation, hier entstand im Mittelalter eine einzigartige Kulturlandschaft mit zahlreichen Burgen, Klöstern, Kirchen, Zollstellen und Orten, in denen man vom Handel, von der Schifffahrt und vom Weinbau lebte. Im Jahr 2002 erklärte die UNESCO das Obere Mittelrheintal - das ist der Rheinabschnitt zwischen Bingen und Rüdesheim im Süden sowie Koblenz im Norden - zum schützenswerten Erbe der Menschheit. Der Rhein ist mehr als ein Fluss, er ist ein Mythos. Er zieht Urlauber aus aller Welt und Tagesbesucher aus ganz Deutschland an. Dabei übersieht man leicht, dass die romantische Sicht auf den Rhein vor 200 Jahren mit einer Jugendbewegung begann: Nachdem englische Touristen seit dem 18. Jahrhundert im felsengesäumten Rheintal mit den Burgruinen das Exotische und Wilde gesucht hatten, entdeckten bald junge Künstler der Romantik das Rheintal für sich. Der Rhein bot die Kulisse, in der man sich in politisch bewegten Zeiten nach Freiheit und Sicherheit sehnte. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstanden mit der Rheinromantik Gedichte, Märchen und Lieder, die den Mythos vom Tal der Loreley begründeten. Erinnert sei an Brentano, Arnim oder an Heinrich Heines weltbekanntes Lied von der Loreley.
Doch welche Folgen hat die damalige Suche nach dem Wilden und nach einer besseren Welt für das 21. Jahrhundert? Wie veränderte der romantische Blick die Orte und die Landschaft in dem engen Rheincanyon zwischen Bingen und Koblenz? Und schließlich: Warum gibt es in diesem 65 Kilometer langen Rheinabschnitt mehr als 30 Burgen? Das nun vorgelegte Buch geht diesen Fragen nach und zeichnet kulturelle und landschaftliche Zusammenhänge auf. Eigens für diese Publikation aufgenommene Fotografien stellen aus ungewöhnlichen Perspektiven neue Bezüge her zwischen der Rheinromantik, dem Wiederaufbau und der Umgestaltung der Burgen im 19. Jahrhundert und den heutigen Orten, die vom Weinbau und Tourismus leben.
Um ihrem Satzungsauftrag gerecht zu werden, möglichst viele Bürger für den Denkmalschutz zu gewinnen und auch junge Menschen zu erreichen - etwa Schüler, Familien oder Gäste aus anderen Ländern - bietet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz diese anspruchsvolle und gut verständliche Einführung in das Welterbe Oberes Mittelrheintal in einer broschierten Ausgabe für 14,80 Euro an.
Welterbe Oberes Mittelrheintal. Von Bingen und Rüdesheim bis Koblenz.
MONUMENTE edition Bd 7
Autoren: Angela Pfotenhauer (Text), Elmar Lixenfeld (Fotografie)
Herausgeber: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2006,
144 Seiten, mehr als 300 farbige Fotografien, Format 21x 29,7 cm
Broschur 14,80 Euro: ISBN 3-936942-76-5 und ISBN-13 978-3-936942-76-7
Fester Einband 19,80 Euro: ISBN 3-936942-77-3 und ISBN-13 978-3-936942-77-4
MONUMENTE-Publikationen, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Dürenstraße 8, 53173 Bonn, Tel.: 0228 95 735 32, Fax: 0228 95735- 28 www.denkmalschutz.de, e-mail: info[at]denkmalschutz.de
Bonn, den 23. Oktober 2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/98887119/fullView

Im
Romoe Restauratoren Netzwerk finden Sie Fach- und Sachinformationen zu
Restaurierung und
Konservierung von Restauratoren und Ihren Restaurierungsprojekten. Weiterhin erhalten Sie Infos zu den Themen Berufsbild Restaurator, über Produkte und Handel im Bereich
Restaurierungsbedarf und Restauratorenbedarf.