Letzte Bauabschnitte für St. Lukas

Am 28. September übergibt Peter-Christian von Taysen, Ortskurator München der Deutschen Stiftung Denkmalschutz um 14.00 Uhr an Pfarrer Helmut Gottschling von der St. Lukas-Gemeinde einen Fördervertrag. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich damit an der Restaurierung des größten protestantischen Kirchenbaus Münchens.
Die Lukaskirche nimmt unter den späthistoristischen Monumentalbauten Münchens als größter protestantischer Kirchenbau eine Sonderstellung ein. 1893-1896 wurde unter Albert Schmidt die dritte evangelische Kirche Münchens im Stil des Historismus erbaut. Im Inneren entstand eine Raumkonzeption im Sinne des Wiesbadener Programms, ein an der evangelischen Liturgie ausgerichteter Versammlungsraum. Die größte evangelische Kirche Münchens ist in vieler Hinsicht eine Zweitausgabe des Berliner Doms, der hier Pate stand.

Die beiden Osttürme und die fast 64 m hohe Kuppel prägen die Silhouette der Stadt und die Bebauung am Isarkai. Der Erbauer der Lukaskirche, Prof. Albert Schmidt gehört neben Friedrich von Thiersch und Gabriel von Seidl zu den renommiertesten Architekten der Jahrhundertwende in München.

Als sich 1998 ein Stein aus der südlichen Fensterrosette löste und direkt neben ein Klettergerüst des Kinderspielplatzes fiel, wurden Notmaßnahmen eingeleitet, die zur Bildung von Sanierungsabschnitten am Außenbau führten. Das Mischmauerwerk aus Sandstein und Klinker verursacht statische Probleme, Rissbildungen, Verwitterungen und Ausbrüche. Seit 1999 werden die Außenfassaden saniert. Ein Verein und ein Kuratorium bemühen sich aktiv um das kulturelle und kirchliche Leben in St. Lukas sowie um die Einwerbung von Spenden. Nun stehen die drei letzten Bauabschnitte bei der Außensanierung an.

Die Lukaskirche ist damit eines von über 100 Förderprojekten der Bonner Denkmalschutz-Stiftung, die sie dank privater Spenden und Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern unterstützen konnte. Seit ihrer Gründung 1985 konnte die private Denkmalschutz-Stiftung bundesweit für über 3.100 Denkmale mehr als 370 Millionen Euro zur Verfügung stellen.


Bonn, den 27. September 2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/96439516/fullView


Letzte Bauabschnitte für St. Lukas
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