Kirchturmfest in Techentin

Mit einem dreitägigen Kirchturmfest feiert die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Techentin im Landkreis Parchim vom 18. bis zum 20. August 2006 den Abschluss der Maßnahmen des dritten Bauabschnitts an Turm und Schiff ihrer Dorfkirche. Am Freitag, dem 18. August ist ab 19.00 Uhr der NDR Hörfunk mit der PLAPPERMOEHL zu Gast in der Techentiner Scheune.
Am Samstag veranstaltet der Förderverein ab 14.00 Uhr ein buntes Programm für Alt und Jung mit dem Akkordeonorchester der Musikschule Fröhlich, Flohmarkt, Tombola, Pflanzenverkauf, Kinderprogramm, Bogenschießen und vielem mehr. Am Sonntag setzt der Festgottesdienst um 10.30 Uhr den Schlusspunkt der Techentiner Festtage. Pastor Kornelius Taetow und der Förderverein laden nicht nur die Gemeindemitglieder, sondern die Freunde Techentins aus der gesamten Region ein.

Die Dorfkirche von Techentin stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die mittelalterliche Feldsteinkirche wird im Westen seit 1703 von einem wuchtigen hölzernen Turm überragt. Der flach gedeckte Kirchensaal wird nach Osten von einem dreiseitigen Chorschluss abgeschlossen, der vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt. Abgeschlossen wird das Kirchenschiff von dem noch erhaltenen originalen mittelalterlichen Eichendachstuhl mit Kehlbalken, Hahnenbalken und Andreaskreuzen.

Durch mangelnde Bauunterhaltung war die Holzschindeldeckung des Turmdaches abgängig, sowohl der Turmschaft als auch der Turmhelm waren schwer geschädigt. Auch am Kirchenschiff war die Dachdeckung desolat, einige der Konstruktionshölzer waren schadhaft bzw. fehlten. Die Arbeiten zur Instandsetzung des Turmes wurden im Herbst 2003 ausgeführt. Dabei wurde die Holzkonstruktion gesichert, die Deckschalung musste aufgrund des schlechten Zustandes ebenso wie die Schindeln aus Lärchenholz erneuert werden. Nachdem auch am Kirchenschiff bereits erhebliche Maßnahmen an Dach und Fassade stattgefunden haben, steht nun der vierte Bauabschnitt an.

Seit 2003 ist die Techentiner Dorfkirche dank der Unterstützung des Vereins Dorfkirchen in Not, der Zillmer-Stiftung und der KiBa Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Sie ist damit eines von allein über 400 Denkmalen, die die in Bonn ansässige private Denkmalschutz-Stiftung seit ihrer Gründung 1985 aus Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale und privaten Spenden in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.


Bonn, den 17.08.2006/Schi
Pressemeldungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/92116984/fullView


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