Hilfe für Königswinters Nikolauskapelle

Deutsche Stiftung Denkmalschutz hilft bei der Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden: Die Nikolauskapelle in der Dollendorfer Straße in Königswinter wird heute sowohl kirchlich als auch kulturell genutzt. Luftfeuchtigkeit im Inneren führte jedoch zu schweren Putzschäden, die nun behoben werden müssen. Hilfe dazu überbringt am 15. Dezember 2006 um 11.30 Uhr Ingeborg Wimheuer, Ortskuratorin Bonn/Rhein-Sieg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, in Form eines Fördervertrags der Stiftung.
25.000 Euro für die Erneuerung des Innenputzes und des Gewölbes kann Winfried Görres von der Katholischen Kirchengemeinde St. Joseph und St. Judas entgegennehmen.

Die Nikolauskapelle in Königswinter entstand in der Mitte des 12. Jahrhunderts als Eigenkapelle des ehemaligen Fronhofes Roda, der 1173 als Be-sitz des Stiftes Schwarzrheindorf und 1305 des Klosters Heisterbach bezeugt ist.

Es handelt sich um einen verputzten einschiffigen Bruchsteinbau mit eingezogenem Rechteckchor. Das Dach mit dem offenen Dachreiter wurde nach einer Beschädigung im 30-jährigen Krieg erbaut, 1676 erfolgte eine Neuweihe.

Im Langhaus finden sich noch die Dienste eines ehemaligen zweijochigen Kreuzgratgewölbes, es ist jedoch heute flach gedeckt. Den Chor überfängt ein Tonnengewölbe. In der Südwestecke befindet sich in einem innen und außen vorgezogenen Mauerblock der Rest einer Spindeltreppe zum Dachgeschoss.

Die Kapelle verkörpert einen seltenen, fast unveränderten Typus der romanischen Hofkapelle mit eingezogenem Rechteckchor und ist daher von besonderer architektonischer Bedeutung. Der Bau bildet mit dem nahen Friedhof und dem Haus Schlesien als Museum für schlesische Landeskunde das städtebauliche Zentrum des Ortes.

Bei der Instandsetzung wird die Gemeinde vom Förderverein, dem Bistum und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt. Damit ist die Nikolauskapelle eines von über 180 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen. Aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale konnte die private Bonner Stiftung bundesweit bisher über 3.100 bedrohte Denkmale mit mehr als 370 Millionen Euro unterstützen. Seit 2002 wird die Stiftung im Raum Bonn/Rhein-Sieg von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Ingeborg Wimheuer unterstützt.

Bonn, den 13. Dezember 2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz


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